Zweiter Ostthüringer mit Coronavirus gestorben: Das ist bisher bekannt

Greiz / Erfurt.  In Thüringen gibt es offenbar einen zweiten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Frau kommt aus dem Kreis Greiz.

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ersten Angaben des Greizer Landratsamts vom Mittwoch zunächst noch nicht klar gewesen, ob tatsächlich eine Covid-19-Erkrankung zu dem Tod geführt habe. Die gestorbene Person sei aber positiv getestet worden. Das geht aus dem Bulletin der Thüringer Landesregierung vom Mittwoch hervor. Laut ersten Angaben aus dem Landratsamt soll es sich um eine ältere Frau handeln. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog

Es handelt sich laut Landratsamt um eine 82-jährige Frau ohne wissentliche Vorerkrankung. Erstmals besuchte sie am 22. März einen Arzt. Noch am selben Tag starb sie. Ihr Ehemann wurde im Krankenhaus behandelt und dort positiv auf den Coronavirus getestet, so dass der Verdacht nahe lag, dass die Frau auch erkrankt war. Nach ihrem Tod wurde der Coronavirus auch bei ihr festgestellt.

Inzwischen 70 Corona-Infizierte im Kreis Greiz

Die Zahl der Menschen, die sich im Kreis Greiz mit dem Virus infiziert hat, stieg am Mittwoch erneut auf inzwischen 70 Fälle, Das sind noch einmal elf mehr als am Dienstagvormittag. Mit Stand Montagabend waren davon acht Menschen wieder genesen.

Ähnlich war die Lage bei einem 83-Jährigen in Jena, der nach einer Infektion gestorben war. Er wird inzwischen offiziell als erster Corona-Toter in Thüringen gelistet, allerdings hatte der Mann auch Vorerkrankungen.

Drei der 43 Patienten, die in Krankenhäusern behandelt werden, zeigten den Angaben der Landesregierung nach schwere Verläufe. Dagegen gelten 64 Menschen als genesen, davon allein zwölf innerhalb des genannten 24-Stunden-Fensters. Insgesamt werden derzeit acht Infizierte im Krankenhaus behandelt.

Landrätin fordert bessere Ausstattung mit Schutzausrüstung für medizinische Kräfte

Das Greizer Krankenhaus sei laut Mitteilung für die Aufnahme weitere Corona-Patienten vorbereitet. So wurde mit Unterstützung von Helfern des DRK-Kreisverbandes Landkreis Greiz eine sogenannte Triage aufgebaut, in der Patienten vor der Einlieferung in die Notaufnahme überprüft werden.

„Fehlende Schutzausrüstung und Verbrauchsmaterialien für medizinische Kräfte in Kliniken, Arztpraxen und bei Pflegediensten stellen derzeit das größte Problem dar. Das belegen die zahlreichen Anrufe in unserem Gesundheitsamt“, so die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg und kritisiert, dass von den bislang angekündigten Materialien bislang noch nichts bzw. viel zu wenig tatsächlich im Landkreis angekommen ist. Auch in den regelmäßigen Telefonkonferenzen der Landräte und Oberbürgermeister mit der Thüringer Landesregierung werde dies laufend thematisiert. „Ebenso habe ich den Parlamentarischen Staatsekretär im Bundesinnenministerium über diesen Missstand informiert und um Unterstützung gebeten. Der Landkreis Greiz ist neben den großen Städten der mit den höchsten Infektionszahlen in Thüringen, dafür müssen unsere Kliniken, Ärzte und Pflegedienste adäquat mit den entsprechenden Arbeitsmaterialien versorgt werden“, fordert die Landrätin.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren