Wohnungsgenossenschaft baut Balkone für die Mieter an

Greiz.  Alleine in die letzten Arbeiten wurden eine Millionen Euro investiert. Weitere Sanierungsarbeiten stehen an.

In der Horlbeckstraße werden die Balkone angebracht.

In der Horlbeckstraße werden die Balkone angebracht.

Foto: Christian Freund

Die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Greiz e.G. (GWG), das nach Eigenaussage älteste Wohnungsunternehmen in der Region, kann in den nächsten Wochen ein weiteres Großprojekt zum Abschluss bringen, teilt Geschäftsführer Uwe Schneider mit.

Nachdem bereits in den ersten Monaten dieses Jahres 38 Balkone zur Nutzung an die Mieter am Salzweg 3 bis 13 und Tannendorfstraße 10 übergeben wurden, werden in der Wohnanlage am Friedensring weitere 33 Balkone fertiggestellt. Damit habe die Wohnungsgenossenschaft allein für diese beiden Vorhaben über eine Million Euro eigenfinanziert und nunmehr über 60 Prozent der 522 Wohnungen des Gesamtbestandes in den vergangenen zwölf Jahren mit Balkonanlagen ausgestattet. Die Balkone in der Horlbeckstraße 5 bis 11 und Paul-Kiß-Straße 1 und 3 haben durchschnittlich eine Größe von circa acht Quadratmetern.

Balkone Mitte Oktober angeliefert

Die aus Mittelthüringen stammenden Balkonbaufirma Bonda hatte die Balkone Mitte Oktober angeliefert. Innerhalb einer Woche hätten die elf Balkontürme gestanden. Alle anderen Firmen, die für die Arbeiten an der Außenanlage und den Fundamenten, den notwendigen Innenausbauten in den Wohnungen, die Balkontüren, die Elektro- und Heizungsbauarbeiten sowie die Renovierungen beauftragt wurden, seien Bau- und Handwerkerfirmen aus Greiz, „die bereits als eingespielte Teams die zahlreichen Balkonanbauten der vergangenen Jahre begleiteten“, so Schneider. Trotz der sehr angespannter Situation und schwieriger Verfügbarkeit der Handwerker und Bauarbeiter auf diesem Markt hätten bisher die Firmen ihre Aufgaben termingerecht erfüllt.

Dabei hätten aber auch die Mieter mitspielen müssen, was mit Bravour gemeistert wurde. Die GWG Greiz führe „permanent“ weitere Sanierungsmaßnahmen durch, informiert der Geschäftsführer.

Weitere Maßnahmen, die alle sehr preisintensiv sind, seien in Planung. Um attraktiven Wohnraum im bewohnten Zustand und für die Neuvermietungen anzubieten, entstünden die größten Kostenpositionen durch Sanierung einer Stützmauer, Umstellung von Zentral- und Einzelheizungen auf neue Heizungssysteme mit energieeffizienter Brennwerttechnik, zahlreiche Badsanierungen, Anpassungen von Wohnungsgrundrissen und so weiter. Dass diese Investitionen auch Ergebnisse bringen, könne mit dem nicht vorhandenen Leerstand an vielen der Wohnstandorte der Genossenschaft belegt werden.