Zirka 50 Wanderfreunde bei Herbstwanderung des Greizer Wandervereins

Greiz  Zur Herbstwanderung des Greizer Wandervereins gehen 196 Teilnehmer auf Entdeckungstour im Vogtland

Um 9 Uhr starten zirka 50 Wanderfreunde, die sich der von Almut Kaul geführten Tour über 9 Kilometer anschließen. Die Stadtführerin hat allerlei Wissen über die Region im ­Gepäck.

Um 9 Uhr starten zirka 50 Wanderfreunde, die sich der von Almut Kaul geführten Tour über 9 Kilometer anschließen. Die Stadtführerin hat allerlei Wissen über die Region im ­Gepäck.

Foto: Klaus-Dieter Hellrich

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Die ersten Herbsttage gelten bei vielen Wanderfreunden als die optimale Zeit, um zu Fuß die Natur zu erkunden. Die Sonne brennt nicht mehr so unerbittlich wie im Sommer. Die Natur ist in einem spannenden Wandel. Wind, Regen oder Schnee haben aber noch keine Hoheit. Entsprechend groß war der Aufschrei, als die traditionelle Elsterperle-Wanderung im September vor gut sechs Jahren aus dem Kalender gestrichen wurde. „Der Aufwand, eine Wanderung mit mehreren Strecken zu organisieren, wurde für den Verein einfach zu groß“, sagt Klaus-Dieter Hellrich, der damals frisch an die Spitze des Vereins gewählt worden war.

„Kleiner“ Nachfolger der Elsterperle-Wanderung

Die Kritik fand Gehör. Schließlich wurde ein Jahr später die erste Herbstwanderung aus der Taufe gehoben. Mit weniger Strecken, dafür mit der gleichen liebevollen Betreuung durch den Verein. Viele der „alten“ Wanderer blieben auch der neuen Variante treu. So folgten schließlich auch am Samstag 196 Teilnehmer – unter anderem aus dem sächsischen Vogtland, vor allem Plauen, Auerbach und Rodewisch, aus Leipzig oder naheliegend aus Greiz, Gera oder Zeulenroda – dem Aufruf. Zur Auswahl standen eine 15 Kilometer und eine 21 Kilometer lange Strecke. Über neun Kilometer wurde eine von Almut Kaul geführte Wanderung angeboten. Die lange Strecke führte vom­ Wanderheim in die Zentastraße, hin zum Gasparinentempel und Sportflugplatz Obergrochlitz, nach Eichleite, an den Stausee Dölau, nach Noßwitz, Sachswitz, zum Hundesportplatz Kleingera, nach Elsterberg, über den Vogtlandpanoramaweg, zum Butterberg, zur Göltzschmündung und schließlich über die Kleingartenanlage am Elsterplatz zurück zum Wanderheim des Vereins.

Der Wanderverein überlegt sich jedes Jahr eine neue Strecke, auf die er die Besucher einlädt. Auch wenn der Aufwand heute geringer sei, als noch zu Zeiten der Elsterperle-Wanderung, sei die Veranstaltung für den Verein noch immer eine große Herausforderung. Immerhin waren am Samstag 40 von 57 Mitgliedern im Einsatz. An den Start- und Zielpunkten. Als Streckenposten oder auch in der Küche, die die Wanderer am Zwischenziel verpflegte. „Im Vorfeld musste die Strecke geplant und markiert werden. Das ist schon immer noch eine tolle Leistung des Vereins“, sagt Klaus-Dieter Hellrich. Die nur möglich sei, weil alle mit anpacken. In der Küche half in diesem Jahr beispielsweise eine 85-jährige Frau aus. „Von früh bis spät. Wir sind an diesem Tag alle am Limit. Wenn die Teilnehmer zufrieden sind, hat sich aber alles gelohnt“, sagt Hellrich.

Was eine gute Wanderung aus macht? „Natürlich müssen die Wege gut begehbar und lückenlos ausgeschildert sein. Aber die Highlights einer jeden Wanderung sind die schönen Ausblicke auf Städte, Dörfer und Landschaften“, sagt er. Von den Rothenthaler Alpen bis zum Ausblick von Sachswitz auf Obergrochlitz sei die Route in diesem Jahr mit solchen Aussichtspunkten gespickt gewesen.

Dabei gibt es, ganz unterschiedliche Wandertypen zu beobachten. „Manche sind lieber alleine unterwegs, während andere in Gruppen anreisen und gemeinsam wandern“, sagt Hellrich. Es gibt aber auch Geschichte wie die von den drei Wanderern, die sich bereits um 7.30 Uhr auf der langen Strecke auf den Weg machten. Die Teilnehmer aus Greiz, Lichtentanne und Aue kannten sich vorher nicht und nahmen die Strecke gemeinsam in Angriff. Die Einträge im Gästebuch des Vereins lege nahe, dass es den Wanderfreunden gefallen hat. Gelobt wird vor allem die gute Ausschilderung und die schöne Strecke.

Die Planungen für das nächste Jahr laufen jetzt schon auf Hochtouren. „Die grobe Strecke steht bereits. Es geht nach Moschwitz“, sagt Hellrich. 2020 startet die Wanderung eine Woche später am 26. September. Auch weil der Verein mit der Teilnehmerzahl in diesem Jahr nicht richtig zufrieden ist. „Wir hätten uns noch mehr Teilnehmer erhofft. In Greiz waren aber an diesem Tag mehrere Veranstaltungen und das lange Wochenende durch den Feiertag hat einige auch zu Kurzreisen motiviert“, sagt Hellrich.

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