20 Corona-Neuinfektionen und ein weiterer Todesfall in Jena

Jena.  Weitere Infektionen sind unter anderem an Schulen aufgetreten. Mehrere Klassen wurden unter Quarantäne gestellt.

(Symbolbild)

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Foto: Tino Zippel

Dem Fachdienst Gesundheit in Jena wurden in von Freitag auf Samstag 20 neue SARS-CoV-2-Fälle gemeldet. 25 Personen konnten als genesen eingestuft werden. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Leider ist laut Mitteilung der Stadtverwaltung ein weiterer Todesfall hinzugekommen. Damit steigt die Anzahl der Personen, die in Jena in Folge einer Corona-Erkrankung gestorben sind, auf sieben.

Infektionsgeschehen an Schulen und Kitas in Jena

Weitere Infektionen sind unter anderem an Schulen aufgetreten. Nach den nun abgeschlossenen Untersuchungen durch das Team des Gesundheitsamtes stehen einzelnen Klassen an folgenden Schulen unter Quarantäne:

  • Schillerschule (2 Klassen)
  • Heinrich-Heine-Grundschule (ein weiteres Lernhaus mit insgesamt 4 Klassen)
  • Otto-Schott-Gymnasium (mehrere Klassen)

Die aktualisierte Übersicht aller aktuell betroffenen Einrichtungen finden Sie hier

Ein Schüler der Klasse 2a der Rautalschule in Jena wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Für alle Schüler der Klasse gelte daher zunächst eine Quarantäne. Dem Fachdienst Gesundheit sei es am Samstag nicht gelungen, die Schulleitung oder andere Mitarbeiter der Schule zu erreichen, so dass die Eltern der betroffenen Schüler noch nicht informiert werden konnten.

“Mit der Veröffentlichung des Falls hoffen wir, dass wir über das Wochenende die betroffenen Eltern noch erreichen können, so dass am Montag keine Kinder der Klasse 2a in die Schule kommen“, sagt Dr. Enikö Ban, Leiterin des Fachdienst Gesundheit. Sie bittet in diesem Zusammenhang: „Gerade in dieser angespannten Zeit sollten Schulen und Kindergärten eine Erreichbarkeit am Wochenende organisieren, damit im Notfall wichtige Informationen auch an Eltern und Kinder weitergegeben werden können.“

Hinweise des Fachdienst Gesundheit zum Testen an Schulen und Kindertagesstätten

Aufgrund des erhöhten Infektionsgeschehens an Schulen und Kindertagesstätten erreichen die Stadt und das Gesundheitsamt aktuell viele Rückfragen zum Vorgehen des Testens.

Mit den Beschlüssen der Ministerpräsidenten-Konferenz wurde hierfür eine Änderung angekündigt, die vorsieht, dass mit Tests nach 5 Tagen eine Quarantänezeit entsprechend verkürzt werden kann. Aktuell ist dies eine Ankündigung und gilt deshalb erst, wenn eine entsprechende Gesetzesvorlage verabschiedet wurde.

Für den Fachdienst Gesundheit sind daher nach wie vor die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts ausschlaggebend, wonach für Kontaktpersonen der Kategorie I eine Quarantänezeit von 14 Tagen gilt. Auch ist es so, dass durch die Vielzahl der betroffenen Schulen und Kindergärten ein Test für alle Betroffenen in Quarantäne aktuell nicht mehr geleistet werden kann.

Der Fachdienst Gesundheit testet aktuell Betroffene an Schulen und Kitas nur, wenn es gilt, Clustergeschehen aufzudecken. Etwa wenn zum Beispiel Kinder, Schüler oder Pädagogen mehrere Tage mit Covid-19-Symptomatik weiter in der Einrichtung waren bzw. gearbeitet haben, bevor sie sich einem Test unterzogen haben.

In diesem Zusammenhang weist die Stadt darauf hin, dass Menschen mit Erkältungssymptomen - ob klein oder groß - zu Hause bleiben sollen.