4000 Euro als Privatspende für Galileo-Schule

Die Winzerlaer Galileo-Gemeinschaftsschule hat einen großen Spendenbetrag einer anonymen Absenderin übereignet bekommen. Ganz im Sinne der Spenderin: die jungen Leute mit mobilen Endgeräten.

Die Winzerlaer Galileo-Gemeinschaftsschule hat einen großen Spendenbetrag einer anonymen Absenderin übereignet bekommen. Ganz im Sinne der Spenderin: die jungen Leute mit mobilen Endgeräten.

Foto: GMS Galileo/Ephrosi

Jena.  Mit dem Geld sollen mobile Endgeräte angeschafft werden

Einer der menschlichsten Gedanken ist „man müsste“. Man müsste die Wäsche wegräumen, Rasen mähen, Sport treiben, gesünder essen, Oma mal wieder anrufen, und wenn man Ungerechtigkeit sieht …

Vor einigen Tagen hat eine anonyme Stifterin der Bürgerstiftung Jena Saale-Holzland den Mädchen und Jungen der Gemeinschaftsschule „Galileo“ in Winzerla 4000 Euro für die Anschaffung von mobilen Endgeräten gespendet.

„Unsere Stifterin hat im vergangenen Jahr viel Geld gespart, weil sie nicht verreisen konnte. Dieses Geld wollte sie sinnvoll zur Linderung der digitalen Not an Schulen in der Coronazeit einsetzen“, sagt Barbara Albrethsen-Keck, Vorsitzende der Bürgerstiftung.

Von den Spendenmitteln wurden durch den Förderverein der Galileoschule zehn iPads erworben, die nun direkt an Schülerinnen und Schüler vergeben werden, die am stärksten unter der Pandemie leiden.

Pandemie verschärfe soziale und finanzielle Unterschiede gnadenlos

In zu vielen Haushalten teilten sich noch Geschwister ein Gerät, würden Schultexte an Smartphone-Bildschirmen getippt oder Videokonferenzen an geborgten Laptops verfolgt, so schätzt es der Schulleiter der Galileo-Schule, Lutz Klauer ein.

Eltern und Kinder würden nicht selten am Homeschooling verzweifeln, das auf moderne Medien und Technik setzt. Die Pandemie verschärfe soziale und finanzielle Unterschiede gnadenlos. Digitale Teilhabe sei für manche Kinder so unerreichbar, wie sie für andere als selbstverständlich gelte. Die äußerst willkommenen Hilfeleistungen für die Technik-Anschaffung durch den so genannten Digitalpakt IV würden zu viele Mädchen und Jungen nicht erreichen – oder zu spät.

„Man müsste …“, das habe also auch diese Stifterin gedacht. – Und dann getan, was auf diesen Gedanken viel zu selten folgt: Sie hat gehandelt.