Ach, du meine Nase: Pittiplatsch in Camburg

Camburg.  Ausstellung einer privaten Sammlung im Stadtmuseum Camburg

Torsten Gerstmann baut die Ausstellung seiner Pittiplatsch-Sammlung im Camburger Stadtmuseum auf.

Torsten Gerstmann baut die Ausstellung seiner Pittiplatsch-Sammlung im Camburger Stadtmuseum auf.

Foto: Jens Henning / Jens

Die Gerstmanns aus dem sächsischen Nossen haben einen Teil ihrer Pittiplatsch-Sammlung nach Camburg ins Stadtmuseum gebracht – für die kommende Weihnachtsausstellung, die am 8. November unter dem Titel „Ach du meine Nase“ eröffnet wird.

Kathrin und Torsten Gerstmann sammeln seit über 20 Jahren alles über und von Pittiplatsch. Der Anfang war eher unspektakulär: „Ein Arbeitskollege ist Vater geworden. Da hatte ich ihm einen Pittiplatsch geschenkt. Kathrin sah die kleine Figur und hat sich sofort in Pitti verliebt“, sagte Torsten Gerstmann.

An ihrem nächsten Geburtstag wurde nun ihrerseits Kathrin Gerstmann mit Pittiplatsch beschenkt. Heute ist ein Raum ihres Hauses am Rande von Nossen bis unter die Decke mit Pittiplatsch-Utensilien, Bildern, Spielen und Dokumenten gefüllt. Gezählt haben Gerstmann die Stücke nicht. „Was wir in Camburg zeigen, ist vielleicht ein Zehntel unserer Sammlung. Wir haben uns dabei auf die Dinge konzentriert, die es zu DDR-Zeiten gab“, sagte Katrin Gerstmann.

Freunde und Nachbarn kennen längst das ausgefallene Hobby der Gerstmanns. „Sie wissen, wie sie uns eine Freude machen können mit einem Pittiplatsch-Geschenk.“

Irgendwann wurden die Sammler auch auf ein Gemälde von Dieter Rex aufmerksam. Darauf war der Pittiplatsch abgebildet. Sie gingen auf Spurensuche und landeten im Regionalmuseum in Bad Frankenhausen. Die dortige Kuratorin hinterfragte das Interesse. Danach stand fest: Die Gerstmanns zeigen einen Teil ihrer Sammlung in Bad Frankenhausen. „Das Interesse der Leute war riesig“, sagte Torsten Gerstmann.

Museumsleiterin Pauline Lörzer hat die Ausstellung nun nach Camburg geholt, dort ist sie bis zum 7. Februar 2021 zu sehen.

Loslassen können die Gerstmanns auch nach 20 Jahren nicht vom kleinen Kobold. „Wenn man so viele Dinge schon gesammelt hat, will man noch mehr wissen. Wir sind auf der Suche nach dem Ort, wo die Figur vom Pittiplatsch gegossen wurde. Es gibt mittlerweile verschiedene Pittiplatsch-Typen. Wir suchen nach dem Ursprung für den Spritzguss des Kopfes oder des Körpers“, hofft Torsten Gerstmann auf einen heißen Tipp.