Zwei Arbeiter stürzen in Aufzugschacht und verletzen sich schwer

Jena  Auf einer Wohnhaus-Baustelle in Jena kam es am Dienstag zu einem schweren Arbeitsunfall. Für die Rettungskräfte war es kompliziert, auf der eingeengten Straße an den Unfallort vorzudringen.

Der Unfall auf einer Baustelle am Ende des Magdelstiegs in Jena.

Der Unfall auf einer Baustelle am Ende des Magdelstiegs in Jena.

Foto: Thomas Stridde

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Ein schwerer Arbeitsunfall hat sich am Dienstag nach 10 Uhr auf der Baustelle zu einem neuen Wohnhaus am Ende des Magdelstiegs ereignet. Zwei Bauleute verletzten sich schwer. Der herbeigeeilte Architekt beschrieb den Vorgang nach erstem Gespräch mit der Baufirma gegenüber der Zeitung so: Gelieferte Platten für die Decke seien im zweiten Obergeschoss per Kran herabgelassen worden.

Die Platten seien auf den unabgedeckten Aufzugschacht lanciert worden und hätten sich als etwas zu groß erwiesen. Deshalb hätten die beiden Bauleute die Platten zuschneiden wollen und sich dabei selbst auf diese Platten gestellt, die dann nachgegeben hätten. Die Arbeiter seien in den 6,50 Meter tiefen Schacht gestürzt.

Die genauere Maßangabe bleibt noch zu klären – die Stadtverwaltung gab zunächst eine Sturztiefe von vier Metern an. Bei einem der Männer habe sich ein Moniereisen in seinen Oberschenkel gebohrt. Ein Polizist vor Ort sprach davon, dass der Mann so in 2,50 Meter Höhe hängengeblieben war.

Einer der Verletzten konnte schnell geborgen werden

Der eine Gestürzte konnte nach Angaben der Stadtverwaltung schnell geborgen und in einem Rettungswagen erstversorgt werden. Der zweite Mann sei zunächst vom Eisen gezogen worden. Zuvor habe per Baukran eine Deckenplatte zur Seite geräumt werden müssen. Beide Verletzte wurden in die Notaufnahme gefahren.

Schwierig war, dass alle Einsatzfahrzeuge am eingeengten Magdelstieg-Ende 200 Meter entfernt vom Unfallort halten und Ausrüstungsgegenstände mit viel Aufwand zu den Verletzten bugsiert werden mussten.

Im Einsatz waren der Rüstzug der Berufsfeuerwehr, die Höhenrettungsgruppe, eine Notfallseelsorgerin, ein Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Rettungswagen. Die Freiwilligen Feuerwehren Mitte, Lobeda und Winzerla wurden in Bereitschaft versetzt.

Die Jenaer Notfallseelsorgerin Anke Sommer kümmerte sich zuerst um den Baukranfahrer. „Nur dass ich zuhörte und er reden konnte – schon das war wichtig.“

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