Jena. Nach 20 Jahren konnte Aura Optik seine Kosten nicht mehr zahlen. In den letzten beiden Jahren arbeitete man an einem automatischen Spurenleser.

„Wir konnten die laufenden Kosten einfach nicht mehr bezahlen“, sagt Ute Müller. Sie ist seit 20 Jahren Mitarbeiterin des kleinen Technologieunternehmens Aura Optik und entwickelte dort gemeinsam mit ihren Kollegen optische Geräte und Zubehör für Mikroskope. Ihr erstes Gerät war ein winziger Greifarm, mit dem man einzelne Zellen aus einer Probe entnehmen kann. Damit konnte sich Aura Optik für einige Jahre über Wasser halten. Jetzt sieht Müller allerdings schwarz. Das Unternehmen wird wohl keine Zukunft haben. Aura Optik musste im März Insolvenz anmelden. Zu diesem Zeitpunkt hatte es nur noch drei Mitarbeiter. Viele Menschen sind davon also nicht betroffen, aber das Ende von Aura Optik verdeutlicht ein Problem, das kleine Technologieunternehmen immer wieder haben: Die Risiken für Forschung und Entwicklung sind einfach zu groß.