Jena. Heidrun Jänchen will in den Stadtrat zurückkehren. Autofreie Innenstadt, Ausbau des Nahverkehrs und stärkere politische Teilhabe als Ziele.

Um die Piraten in Jena ist es ruhig geworden, jetzt arbeiten sie mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl mit der Volt-Partei zusammen: So kandidieren auf den ersten drei Plätzen der Liste Johanna Grenzer, Mats Weinhardt und Heidrun Jänchen. Jänchen saß bis 2019 im Stadtrat und kandidierte dann nicht mehr. In einer Pressemitteilung hieß es, dass beide Parteien für eine autofreie Innenstadt sowie den Ausbau des Nahverkehrs und eine stärkere politische Teilhabe der gesamten Stadtbevölkerung kämpfen würden.

„Politik der Stadt reicht heute noch zu oft nur bis zum Damenviertel“

Spitzenkandidatin Johanna Grenzer kommt aus Lützeroda, weshalb ihr die Lebensqualität in den dörflichen Stadtteilen besonders am Herzen liege. „Die Politik der Stadt reicht heute noch zu oft nur bis zum Damenviertel. Das will ich ändern“, sagt die 23-jährige Kommunikationswissenschaftlerin. Wo bisher Land und Stadt gegeneinander ausgespielt würden, wolle man Menschen zusammenbringen. Der Jenenser Mats Weinhardt setzt sich gezielt für eine Verjüngung des Stadtrats ein. Jena sei eine junge und bunte Stadt, doch das sehe man im Stadtrat bisher leider nicht.

Durch Heidrun Jänchen bringt die junge Liste ein erfahrenes und bekanntes Gesicht in der Kommunalpolitik Jenas ein. „Uns Piraten wurden bei unserem Einzug in den Stadtrat nur Steine in den Weg gelegt. Dass sich Volt und die Piraten zusammentun, wird die anderen gut aufmischen.” Insgesamt umfasst die Liste zehn Namen.