Meine Woche

Auch an den Hanf denken!

Thomas Beier blickt auf Themen dieser Woche zurück.

Thomas Beier.

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Foto: Thomas Beier

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Von „verbalem Abrüsten“ war diese Woche im Stadtrat die Rede. Dabei ging es erneut um die Regierungskrise in Erfurt, die auch für Jena weitreichende Folgen hat. Und eines scheint mir bei all der Aufregung sicher richtig: Aus einer verständlichen Empörung heraus, sollte nicht alles und jeder in einen Topf geworfen werden. Es gilt zu unterscheiden zwischen Populisten und Terroristen.

Die Internationalität Jenas war weiteres Thema am Mittwoch. Wie bekommt man Zuwanderung, Wünsche nach gutem Miteinander und den Bedarf der Wirtschaft an Handwerkern und Fachkräften unter einen Hut? Die von dem Stadtrat Wolfgang Volkmer (Grüne) angezettelte Idee, die Redebeiträge teils fremdsprachig zu halten, um die Debatte bunter zu machen, kam gut an im Publikum. Und das da am Ende mehr Kommunalpolitiker mitmachten, als zunächst erwartet, zeigt, dass die Sache eigentlich alle klar ist: Internationalität gehört zum Alltag in Jena, jetzt gilt es das nächste Level zu erreichen.

Beschlusslage ist auch, dass Jena einen Klimanotstand hat. Doch wer sich die Baustelle am Hauptradweg nach Lobeda anschaut, fragt sich schon, ob einer der längsten Beschlüsse des Jahres 2019 doch nur heiße Luft war! Denn würden Bauablaufplaner die Jenaer Klimaziele wirklich ernst nehmen, in denen es heißt, „der Umweltverbund mit Fuß- und Radverkehr sowie dem ÖPNV hat eine hohe Priorität“, dürfte so etwas wie die siebenmonatige Sperrung des Saaleradweges nicht passieren. Dann wäre eben mal auf 800 Metern Länge eine von vier Spuren auf der Schnellstraße als Umleitung für den Radverkehr freigegeben worden.

Zu den großen offenen Immobilien-Fragen Jenas gehört, wie es mit der alten Kinderklinik weitergeht, die jetzt auch schon ein paar Jährchen leer steht. Am Freitag war eine Leserin in der Redaktion, die sagte, sie würde sich vor allem eines wünschen, dass die einzigartigen Bleiglasfenster im Foyer erhalten werden! Das sei hiermit weitergegeben. Die Fenster als Gesamtkunstwerk mit dem Namen „Das Leben der Kinder“ hatte der Jenaer Künstler Kurt Hanf kreiert. „Gebt den Hanf frei!“ War das nicht schon mal eine politische Forderung, ich glaube von den Grünen?

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