Ausstellung in Camburg zu Anfängen des Freistaates Thüringen

Dornburg-Camburg.  Zurück in die Thüringer Kleinstaaterei: Mit den Anfängen des Freistaates Thüringen 1919/20 befasst sich eine neue Ausstellung in Camburg.

100 Jahre Weimarer Republik: Auch diese Ausstellung hatte Historiker Christian Faludi von der Universität Jena kuratiert, ebenso die neue Ausstellung in Camburg, die jetzt eröffnet wird.

100 Jahre Weimarer Republik: Auch diese Ausstellung hatte Historiker Christian Faludi von der Universität Jena kuratiert, ebenso die neue Ausstellung in Camburg, die jetzt eröffnet wird.

Foto: Jensen Zlotowicz

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1919/20 war eine spannungsgeladene Zeit. Der Erste Weltkrieg war vorbei, die Wunden noch nicht geheilt, Kleinstaaterei behinderte die Entwicklung, die Unzufriedenheit mit Lebens- und Arbeitsbedingungen wuchs unter großen Teile der Bevölkerung. 1918 kam es in den Thüringer Kleinstaaten zu zahlreichen revolutionären Ereignissen.

Kurz darauf stimmten die Arbeiter- und Soldatenräte für einen Zusammenschluss der thüringischen Staaten. Dazu handelten die Landesvertretungen im Frühjahr 1919 einen Gemeinschaftsvertrag aus. Aufgrund der Einzelinteressen in den Regionen kam es jedoch zu Konflikten: Coburg und das thüringische Preußen traten dem Vertragswerk nicht bei, so dass am 1. Mai 1920 nur die „kleinthüringische Lösung“ als einzige territoriale Neugründung der Weimarer Republik verwirklicht werden konnte.

Die mit Spannung geladene Periode zwischen Revolution und Landesgründung Thüringens wird lebendig in einer Ausstellung, die ab Mittwoch in Camburg zu sehen ist. Die vom Verein „Weimarer Republik“ erarbeitete Exposition wird bis zum 27. Juli im Rathaus in Camburg kostenlos zu besichtigen sein.

Zur Eröffnung am 1. Juli, 15 Uhr, gibt Kurator Hans Christian Faludi eine kurze Führung durch die Ausstellung.

Aufgrund der Corona-bedingten Personenbegrenzung ist eine Anmeldung notwendig, Telefon 036421/221 88 oder museum.camburg@googlemail.com

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