Bauland für 4830 Wohnungen bis zum Jahr 2035 in Jena

Jena.  Jenas Stadtrat bestätigt Wohnbauflächenkonzept: „Treunertstraße“ bleibt drin, obwohl chancenlos

Die heutige "Verlängerung der Treunertstraße"

Die heutige "Verlängerung der Treunertstraße"

Foto: Thomas Beier

Der Stadtrat hat am Donnerstagabend nach 100-minütiger Debatte das „Wohnbauflächenkonzept 2035“ beschlossen. Es sieht vor, bis zum genannten Jahr Flächen für den Neubau von insgesamt 4830 Wohnungen auszuweisen.

Im Wunsch nach mehr Wohnungsbau waren sich alle Stadträte einig. Unterschiedlich bewertet wurde der Grad der notwendigen Bebauung. Linke und Grüne, die beiden größten Fraktionen im Stadtrat, hätten gern über einige sensible Flächen noch einmal gesprochen, auch weil tags zuvor viele Stadträte die tolle Bürgerbeteiligung beim Eichplatz gelobt hatten, wie es Ralph Lenkert von der Linken ausdrückte. Eine Mehrheit aus CDU, SPD, AfD, FDP und Bürgern für Jena lehnte den Antrag der Linken aber ab. „Alles zerreden und und in Frage stellen bringt Jena nicht voran“, sagte Friedrich-Wilhelm Gebhardt von der SPD. Breiten Raum nahm in der Debatte das potenzielle Baugebiet „Treunertstraße/Hildebrandstraße“ ein. Heute gibt es dort Privatgärten. sehr viele Gründe sprechen gegen eine Bebauung des Hangs am Kernberg. Bürgermeister Christian Gerlitz (SPD) sagte, dass dieses Gebiet wohl erst beplant wird, wenn man Flächen für 4500 Wohnungen geschaffen hat. Er werde in der Verwaltung keine Ressourcen verschwenden, um chancenlose Einleitungsbeschlüsse voranzubringen.