Bis zu 80 Laster täglich verlassen Zeiss-Baustelle in Jena

Jena.  Zeiss-Bau in Jena: Die Aushubmaßnahmen sollen nach Angaben des Ministeriums im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

Hügellandschaft: Aktuell verlassen etwa 30 Transporte pro Tag die Baustelle.

Hügellandschaft: Aktuell verlassen etwa 30 Transporte pro Tag die Baustelle.

Foto: Thorsten Büker

Eine Hügellandschaft vis-à-vis des Westbahnhofs kündet vom Baufortschritt: Täglich verlassen etwa 30 Laster die Zeiss-Baustelle. Die Aushubmaßnahmen sollen im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

Während fortlaufender Aushubmaßnahmen – also wenn der „tiefe“ Baugrubenaushub erfolgt –, steige die Frequenz auf nicht mehr als 80 Laster pro Tag. „Man hat sich darauf verständigt, dass die Lkw möglichst nicht zu verkehrsintensiven Zeiten fahren werden“, sagt Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Er antwortet auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Stephan Tiesler.

Transport per Bahn schied wegen langer Genehmigungsverfahren aus

Tiesler, der den südlichen Saale-Holzland-Kreis vertritt, erinnerte daran, dass der Aushub zunächst mit der Bahn abtransportiert werden sollte. So habe der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens angeregt, das ehemalige Zubringergleis eines Spezialglasherstellers am Westbahnhof zu reaktivieren. Der dort bereitgestellte Güterzug hätte dann tagsüber beladen werden und dann einmal pro Tag das Material zur Ablagerung in die Gegend von Nordhausen bringen können.

„In Gesprächen mit der DB AG und mit in Frage kommenden Deponiebetreibern wurden die Konditionen für den Abtransport über die Bahn ausgelotet. Im Ergebnis der Gespräche hat sich das Unternehmen aufgrund zu langer Genehmigungsverfahren bei der DB AG gegen den Abtransport über die Bahn entschieden“, betont Tiefensee. Zeiss habe den Transportes des Aushubs über die Bahn insbesondere aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes vorgeschlagen und geprüft.

Mit dem Neubau will Zeiss alle Jenaer Tochterfirmen mit ihren derzeit rund 2300 Beschäftigten an einem Standort konzentrieren. Der Architektenentwurf war schon 2018 vorgestellt worden. Er sieht eine offene Gebäudestruktur und Fassaden aus Glas und weißbeschichtetem Metall vor. Insgesamt soll der neue Standort eine Fläche von 110.000 Quadratmetern bieten und Platz für bis zu 2500 Mitarbeiter. Zeiss setzt bei dem Neubau zudem verstärkt auf erneuerbare Energien.

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