Brandschützer in Dornburg erhalten Unterstützung

Katja Dörn
| Lesedauer: 2 Minuten
Marie, Oskar und Lilly von der Jugendfeuerwehr Dornburg testen die gesponserten Übungs-Feuerlöscher, die über den Staplerservice Kahla organisiert werden konnten. Das freut (von links hinten) Brandschutzerzieher Silvio Preuß, Jugendfeuerwehr-Leiter Martin Albrecht und Torsten Reichhold.

Marie, Oskar und Lilly von der Jugendfeuerwehr Dornburg testen die gesponserten Übungs-Feuerlöscher, die über den Staplerservice Kahla organisiert werden konnten. Das freut (von links hinten) Brandschutzerzieher Silvio Preuß, Jugendfeuerwehr-Leiter Martin Albrecht und Torsten Reichhold.

Foto: Katja Dörn

Dornburg/Kahla.  Der Feuerwehrverein Dornburg erhält zwei Übungsfeuerlöscher und mahnt in Sachen Brandschutzerziehung Verbesserungen an.

Einen Feuerlöscher zu bedienen, sollte eigentlich jeder im Handumdrehen beherrschen. Doch wer kann das im Ernstfall schnell umsetzen, wenn die Praxis fehlt? Silvio Preuß vom Feuerwehrverein Dornburg versucht seit Jahren, gerade junge Menschen für das Verhalten bei Feuer zu schulen. Die Brandschutzerziehung ist reines Ehrenamt, sodass er und die anderen Vereinsaktiven sich über jegliche Hilfe freuen. Da sind zwei Übungs-Feuerlöscher eine gute Spende.

Über den Staplerservice Kahla erhielt der Verein jetzt die beiden Geräte, die mit Wasser und Druckluft wiederverwendbar sind. Geschäftsführer Mike Herrmann unterstützte bei der Beschaffung, die sein Mitarbeiter Torsten Reichhold über den Hyundai-Händler für Gabelstapler in Garbsen (Niedersachsen) erhielt. „Wir haben zufällig angefragt, ob sie Sponsoren sein wollen“, sagt Reichhold, selbst aktives Feuerwehr-Mitglied in Dornburg.

Stark machen für Brandschutzerziehung

Marie, Lilly und Oskar von der Jugendfeuerwehr konnte die Feuerlöscher gleich mal testen. Sie wissen, was im Notfall zu tun ist. Andere Schüler dagegen weniger. „Durch Corona ist viel weggefallen“, sagt Preuß. Eigentlich steht Brandschutzerziehung im Lehrplan Heimat & Sachkunde der Grundschulen, doch bei ständigem Unterrichtsausfall seien nicht alle Lehrer hinterher gewesen. Der Landes-Feuerwehrverband reiche Hefte an jedes Schulkind aus.

Silvio Preuß erhalte viele Anfrage, auch aus Seniorenheimen, um in Sachen Brandschutz weiterzubilden. „Das ist alles Urlaub und Freizeit, die man opfert“, sagt er. Für eine hauptamtliche Stelle in der Brandschutzerziehung gebe er derzeit keine Kapazität.

Aber er ist dran: „Ich habe eine Statistik erstellt und lege sie dem Landrat vor.“ Darin zeigt er, wo überhaupt im Kreis zum Thema geschult wird. Nicht häufig, das sei gesagt. Im Saale-Holzland wurden vor Jahren auch Brandschutzkoffer angeschafft. „Für den Erstgebrauch ist das gut, aber keiner sagt, wo das Ersatzmaterial herkommt“, kritisiert Preuß. Es ist also noch viel zu tun.