Bundesliga-Abenteuer startet für Badmintonspieler des SV GutsMuths Jena

Jena.  Mit dem SV GutsMuths Jena schlägt am Sonntag erstmals ein Thüringer Badminton-Verein im deutschen Oberhaus auf. Einzig Spitzenspieler Johann Höflitz bereitet Sorge.

Bewährtes Herrendoppel beim SV GutsMuths: Pit Hofmann (v.) und Moritz Predel.

Bewährtes Herrendoppel beim SV GutsMuths: Pit Hofmann (v.) und Moritz Predel.

Foto: Peter Poser

Der Puls steigt von Tag zu Tag: Thüringens Badminton ist nach der Wiedervereinigung erstmals erstklassig. Am Sonntag steht für die Mannschaft vom SV GutsMuths Jena das Premieren-Duell an. Bereits am Sonnabend starteten die Saalestädter gen München, um beim TSV Neuhausen-Nymphenburg einen Tag später ab 14 Uhr in die Bundesliga-Saison zu starten.

„Ich bin sehr gespannt, wie sich das noch sehr junge Team schlägt und mit dem Druck umgehen kann“, sagt Mathias Jauk, Vereinspräsident und Badminton-Trainer am Sportgymnasium Jena. Seine Schützlinge, die dank dem Rückzug gleich mehrerer Vereine unverhofft als Vierter der abgebrochenen Zweitliga-Saison zum Aufstiegsrecht gekommen sind, haben sich jedenfalls bestens vorbereitet. Einige von ihnen hatten für ein Kurz-Trainingslager in Bad Blankenburg sogar extra Urlaub genommen.

9000 Euro über Crowd­funding-Aktion eingenommen

Auch in konditioneller Hinsicht ist was passiert, ein bisschen notgedrungen, wie Mannschaftskapitän Moritz Predel verrät. Schließlich hatten die Jenaer, um den Fehlbetrag für den Start im Oberhaus zusammenzubekommen, eine Crowd­funding-Aktion gestartet und über 9000 Euro eingenommen. Ein gefragter Artikel damals - Liegestütze der Spielerinnen und Spieler, die teilweise während der Vorbereitung schon abgeleistet wurden.

„Wir freuen uns natürlich, dass es endlich losgeht“, sagt Predel. Ein bisschen Sorgen bereitet dem SV GutsMuths einzig Spitzenspieler Johann Höflitz, der an einer Schienbeinverletzung laboriert und dessen Einsatz gegen die Münchner fraglich ist. „Es ist natürlich schade, aber es wird ja sowieso sehr schwer, egal ob Johann mitkommt oder nicht“, meint der Jenaer Spielführer.

Die Stimmung sei trotzdem sehr gut. „Für uns ist es natürlich trotzdem super cool, endlich mal Bundesliga-Luft zu schnuppern“, sagt Predel. „Für uns geht es darum, immer alles zu geben und zu gucken, was möglich ist.“

Gute Erinnerungen an Auftaktgegner

Und möglich erscheint einiges, auch wenn die Favoritenrolle klar bei den Bayern liegt. In der abgebrochenen Saison rettete sich der TSV Neuhausen-Nymphenburg als Tabellen-Schlusslicht nur aufgrund des Rückzugs anderer Clubs vor dem Abstieg. Vor zwei Jahren kreuzten sich in der 2. Bundesliga noch die Wege der sonntäglichen Kontrahenten. In der damaligen Saison waren die Saalestädter das einzige Team, das dem späteren Aufsteiger Punkte abnehmen konnten. Vielleicht ein gutes Omen für eine hoffentlich erfolgreiche Bundesliga-Premiere der Jenaer.