Bundestagswahl im Kreis Sömmerda: Auf den Mittelstand kommt es an

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Marion Schneider (62), Listenplatz 18, Geschäftsführerin

Marion Schneider (62), Listenplatz 18, Geschäftsführerin

Foto: Matthias Eckert

Wahlkreis 191: Marion Schneider tritt als Direktkandidaten für die Freien Wähler an

Was wird die Wahl entscheiden?

Die Nichtwähler.

Wenn Sie gewählt werden, was ist Ihr wichtigstes Ziel für die kommende Legislaturperiode?

Den Kontakt zu meinem Wahlkreis aufzubauen und zu strukturieren. Regelmäßige Treffen mit den Bürgern meines Wahlkreises, Interessensvertretung Thüringens und meines Wahlkreises in Berlin.

Was wollen Sie für den Landkreis Sömmerda erreichen?

Im Landkreis Sömmerda hat das Zusammenspiel von Wirtschaft, Verwaltung und Gewerkschaften sowie von Stadt und Land eine besondere Bedeutung. Als Betriebswirtin und Managerin, als Lokalpolitikerin und Historikerin bin ich hervorragend vorbereitet, den Dialog dieser wichtigen Akteure im Landkreis zu führen und dabei regionale Themen mit einzubringen und diese dann auch in Berlin zu vertreten. Ein wichtiges Thema ist die Verkehrs-Infrastruktur und der Güterverkehr. Hier habe ich durch meinen Einsatz für den Erhalt der Pfefferminzbahn und deren Verbindung von Straußfurt bis nach Jena seit Jahren Erfahrungen gesammelt und werde diese einbringen.

Ist der Klimaschutz die größte Herausforderung unserer Zeit?

Es geht nicht nur um den Klimaschutz, sondern um die Umweltverschmutzung als Ganzes. Bis heute beuten ganz bestimmte Staaten und ganz bestimmte Unternehmen die Erde rücksichtslos aus und verschmutzen jetzt auch noch das Weltall. Das primitive Streben nach möglichst viel Profit und Macht muss weltweit ein Ende finden. Dazu gibt es Konzepte. Ich habe gerade das sehr informative Buch von Jeremy Rifkin über sein Engagement für den Green New Deal gelesen, und auch Naomi Kleins Buch „Die Entscheidung – Kapitalismus versus Klima“ hat für meine Bildung in diesem Bereich eine wichtige Rolle gespielt. Die einseitige Fokussierung auf den Klimawandel lenkt ab von all den anderen Problemen.

Was ist für Sie der entscheidende Punkt in dem Wahlprogramm Ihrer Partei?

Für die Sicherung von Zufriedenheit und Wohlstand unserer Bevölkerung ist die Erhaltung des Mittelstands, der mittelständischen Wirtschaft die wichtigste Aufgabe. Die Freien Wähler stellen sich dieser Herausforderung. Das Gegenteil wurde durch die Politik der Bundesregierung in den letzten eineinhalb Jahren bewirkt.

Bitte vervollständigen Sie den folgenden Satz: Corona ist für mich…

...die größte Herausforderung, der unser Land seit der Nachkriegszeit ausgesetzt ist und birgt die Gefahr der weiteren Spaltung unserer Gesellschaft.


Steckbrief:

Alter: 64

Ausbildung:
• Staatsexamen in Geschichte und Germanistik,
• schreibt gerade ihre Masterarbeit als Betriebswirtin mit Abschluss Health Care Management

Familienstand: verheiratet, zwei Kinder, drei Enkel

Wohnort: Bad Sulza-Auerstedt

Politischer Werdegang:
• Schul- und Studentensprecherin,
• Prokuristin, Unternehmerin, Geschäftsführerin,
• Mitglied nationaler und internationaler Medizinbeiräte, Tourismus- und Bäderorganisationen,
• Mitglied verschiedener Vorstände gemeinnütziger Vereine in Thüringen,
• Mitglied der Freien Wähler Weimarer Land e.V. und jetzt Vorsitzende, Mitglied der Freien Wähler Thüringen, Kandidatin der Landesliste der Freien Wähler Thüringen, Liste 7 auf Platz 2, Kandidatin der Freien Wähler in WK 191 Jena – Sömmerda – Weimarer Land.

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