Camburg: Tücher aus Bienenwachs hergestellt

Camburg.  Im Stadtmuseum Camburg wurde das Projekt der insektenfreundlichen Stadt fortgesetzt.

Teilnehmerinnen stellen mit der Imkerin Kerstin Schlegel aus Jena Bienenwachstücher her.

Teilnehmerinnen stellen mit der Imkerin Kerstin Schlegel aus Jena Bienenwachstücher her.

Foto: Jens Henning

Im Projekt „Insektenfreundliche Blühstadt Dornburg-Camburg“ gab es den nächsten Baustein. Im Camburger Stadtmuseum konnten Interessierte unter Anleitung einer erfahrenen Imkerin Bienenwachstücher herstellen. „Die Bienenwachstücher sind mittlerweile zu einem Trend geworden. Im Internet gibt es dazu Anleitungen. Vor allem junge Leute wollen ihre Speisen schon längst nicht mehr mit Alu-Folie verpacken, sondern mit Bienenwachstüchern“, sagte Kerstin Schlegel, seit elf Jahren Vorsitzende des Imkervereins Jenas.

Pauline Lörzer, die Museumsleiterin, hatte sie angeschrieben, „weil das Thema sehr gut zu unserem Projekt der insektenfreundlichen Stadt gepasst hat“, sagte Lörzer. Corona-bedingt hatte Lörzer mehrere Durchgänge für die Interessierten an dem Nachmittag vereinbart. Das Publikum war vom Alter her bunt gemischt. Es reichte von der interessierten Rentnerin bis hin zur jungen Mutter, die mit ihrem Sohn gekommen war. Und alles waren sich schnell einig: Das Herstellen eines Bienenwachstuches war gar nicht so schwierig. Was man benötigte, war Bienenwachs, mit etwas Kokosfett versehen. „Den Bienenwachs bekommt man bei jedem Imker“, sagte Schlegel. Dann braucht man noch etwas Stoff, am besten aus Baumwolle oder Seide – und natürlich ein „richtig heißes“ Bügeleisen.

„Tauchen Sie ihren Stoff bitte in den Topf ein. Wenn er schön durchtränkt ist, legen Sie ihn zwischen die beiden Unterlagen. Dann bügeln sie vorsichtig darüber“, sagte Pauline Lörzer zu einer älteren Frau. Es dauerte nicht lange, da hielt sie ihr fertiges Bienenwachstuch in den Händen. Im Internet gibt es für diese Tücher einen richtigen Markt. Für die 20 mal 20 Zentimeter großen Tücher, die im Museum hergestellt worden, bezahlt man schnell um die 20 Euro, erzählte Lörzer.

Das Projekt wird gefördert vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes, kurz Eler.