Das neue Eichplatz-Umfeld auch für Radfahrer praktisch bauen

Jena  Beirat für Radverkehr schaut sich die Vorplanungen an und fordert Änderungen. Zügige Duchfahrbarkeit und mehr Fahrradständer gehören dazu.

Der neue Kirchplatz in Jena: Zwischen neuer Granitbahn und historischem Pflaster ist in den Vorplanungen eine "räumliche Trennung" vorgesehen. Das darf aber keine Stolperfalle werden, forderte der Beirat für Radverkehr in seiner Sitzung.

Der neue Kirchplatz in Jena: Zwischen neuer Granitbahn und historischem Pflaster ist in den Vorplanungen eine "räumliche Trennung" vorgesehen. Das darf aber keine Stolperfalle werden, forderte der Beirat für Radverkehr in seiner Sitzung.

Foto: Bruun & Möllers, Lopp / Stadt Jena

Mit der Bebauung des Jenaer Eichplatzes bekommen auch die öffentlichen Wege und Plätze im Umfeld ein neues Design. Über die Vorplanungen für Rathausgasse, Kirchplatz und weitere Wege musste deshalb der Beirat für Radverkehr des Stadtrates reden. Die Beiratsmitglieder verfassten eine Empfehlung an die Verwaltung. Gefordert werden Änderungen und Ergänzungen im Sinne des Radverkehrs.

Ganz oben auf der Wunschliste steht die Erweiterung der Fahrradständer im Eichplatzumfeld. Besonders an der Stadtkirche fehlen Abstellanlagen. Reinhard Guthke brachte hier später die Idee, die Abstellanlagen mit Photovoltaikanlagen zu überdachen.

Zweites wichtiges Anliegen ist die Durchfahrbarkeit der neuen Innenstadt für Radfahrer. Laut Hannes Zöllner sei das Anbringen von „Fahrrad-frei-Schildern“ dabei zu wenig. Auf den Hauptachsen müsse ein zügiges Durchfahren möglich sein.

Am künftigen Stadtgarten, also der etwas zum Kirchplatz verschobenen und neugestalteten Grünfläche, sehen die Beiratsmitglieder bereits jetzt Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern, die sich in Nord-Süd-Richtung bewegen. Die Vorplanungen gelte es an dieser Stelle dringend zu überarbeiten.

Gleich nebenan, am neuen Kirchplatz, wo die Gehbahn als gelb-weißer Teppich in Granit vom historischen Pflaster baulich getrennt werden soll, dürfe keine Gefahrenzone analog zu Straßenbahnschienen entstehen. Überhaupt sollten keine Hindernisse für Fußgänger und Radfahrer geplant werden.

Die Runde des Beirates fand wegen der Corona-Auflagen als Online-Konferenz mit dem vom städtischen Immobilienbetrieb KIJ bereitgestellten System "BigBlueButton" statt. Beiratsvorsitzender Lutz Jacob, der das Protokoll führte, dankte für das konzentrierte Arbeiten und sagte zum Ende: „Wir lernen jetzt alle, wie Videokonferenzen funktionieren.“