Das Unmögliche möglich machen – der FCC wie einst gegen VfB Stuttgart oder den Hamburger SV

Jena  Nur der FCC – der Wochenrückblick: OTZ-Chefredakteur Jörg Riebartsch auf der Suche nach Blutgrätschen, Abseitsfallen und Seitfallziehern.

Beim DFB-Pokalhalbfinale Borussia Dortmund gegen FC Carl Zeiss Jena waren 8000 Jenaer Fans mit in Dortmund.

Beim DFB-Pokalhalbfinale Borussia Dortmund gegen FC Carl Zeiss Jena waren 8000 Jenaer Fans mit in Dortmund.

Foto: Tino Zippel

Erstes Pflichtspiel, erster Sieg. Das ist die Startbilanz von Rico Schmitt, dem neuen Trainer beim FC Carl Zeiss Jena. Das nennt man wohl Einstand nach Maß. Im Landespokal setzte sich sein Team mit 3:1 bei SV Grün-Weiß Siemerode durch, einer Mannschaft aus der Landesklasse. Mühevoll soll es gewesen sein, wussten einige Zuschauer zu berichten. Danach kräht erstens bereits heute kein Hahn mehr. Und zweitens sind Pokalspiele in ihrer Bedeutung und dem Schwierigkeitsgrad nach nicht zu unterschätzen. Für die Spieler des jeweils unterklassigen Vereins geht es nämlich um das Spiel des Jahres. Da wird gerannt und gekämpft, als ginge es um das eigene Leben.

Der FCC war selbst schon oft genug in der gleichen Situation. Im Sommer 2015 hauten die Jenaer den damaligen Bundesligisten Hamburger SV aus dem Pokal. Spektakuläre Pokalsiege gab es auch schon in früheren Jahren gegen den 1. FC Kaiserslautern, gegen Bielefeld oder den 1. FC Nürnberg oder in Stuttgart beim VfB. Die Saison 2007/2008 war pokaltechnisch gesehen für den FCC ohnehin ein Kracher. Erst im – aufgemerkt – Halbfinale, scheiterte man bei Borussia Dortmund.

Man sieht, mit dem berühmten aufopferungsvollen Kampfgeist kann man Berge versetzen, Sensationen schaffen.

Für Jena ist jetzt bis zum Ende der Saison Pokal. Niemand traut der Truppe nämlich noch zu, nach dem miesesten Saisonstart aller Zeiten, dem Abstieg zu entgehen. Insgeheim hoffen aber viele Fans darauf.

Trainer Rico Schmitt wird auf diese Karten setzen. Kämpfen bis zum Umfallen. Was anderes hat dem FCC ja bisher nicht geholfen, aber das Unmögliche möglich zu machen, das kennt man aus dem Pokal.

Am Sonntag startet Schmitt in den Liga-Alltag. Um 14 Uhr sind die Würzburger Kickers zu Gast. Die Würzburger geben sich optimistisch, wollen drei Punkte mitnehmen und zu Null spielen, wie ein Spieler und der Trainer ins vereinseigene TV posaunten. Ich bin gespannt, wer auf dem Platz wirklich die größere Tröte hat.

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