Der nächste Feuerwehrmann ist in Jena geboren

Jena  Babys der Woche in Jena: Feuerwehrfrau Anika Thomas aus Bürgel brachte ihren ersten Sohn auf die Welt.

Die Babys der Woche in Jena (von links oben im Uhrzeigersinn): Irma Marlene (5.1., 3205g), Charlie (6.1., 3645g), Lotte (5.1., 3950g), Caprice Stella Kerstin (5.1., 3110g), Aiden (5.1., 3685g) und Laurence (7.1., 3195g).

Die Babys der Woche in Jena (von links oben im Uhrzeigersinn): Irma Marlene (5.1., 3205g), Charlie (6.1., 3645g), Lotte (5.1., 3950g), Caprice Stella Kerstin (5.1., 3110g), Aiden (5.1., 3685g) und Laurence (7.1., 3195g).

Foto: Universitätsklinikum Jena

Die Nachwuchs-Feuerwehr in der Töpferstadt Bürgel darf sich in sechs Jahren auf den kleinen Charlie Jagiella freuen. Denn Anfang 2027 wird er sechs Jahre alt. Dann darf er sich in seiner Freizeit auch die Blau-Kombi überstreifen.

Seine 26-jährige Mutter Anika Thomas ist felsenfest überzeugt, dass ihr Sohn auch ein Feuerwehrmann wird. „Mein Freund ist in der Bürgeler Feuerwehr, ich bin in Bucha in der Feuerwehr. Da sollte es mit dem Teufel zugehen, wenn unser Charlie nicht auch in die Wehr eintreten wird, wahrscheinlich in die Wehr in Bürgel. Schließlich wohnen wir in Bürgel. Da bietet es sich an“, sagte sie.

Am frühen Mittwochmorgen, um 1.19 Uhr, wurde der kleine Charlie Jagiella im Kreißsaal des Jenaer Universitätsklinikums geboren. Er wog 3645 Gramm und war 55 Zentimeter groß.

Die Feuerwehr ist dem Paar wichtig

Für Anika Thomas und ihren gleichaltrigen Freund Erik Jagiella ist Charlie das erste Kind. Kennengelernt hatten sie sich in den sozialen Medien. „Ich arbeite in bei einem Pflegedienst. Erik ist Dachdecker. Da sind wir uns ab und an über den Weg gelaufen“, sagte sie. Seit dem 2. November 2019 sind sie ein Paar. Sie wohnen in Bürgel in einer Dreiraumwohnung.

Dass es am Ende auch bei den beiden funkte, lag mit am gemeinsamen Hobby. „Es war mir schon wichtig, dass Eriks Herz auch für die Feuerwehr schlägt. Das hatte ich in seinem Facebook-Profil gesehen. Ich hatte davor andere Beziehungen. Sie sind letztlich an diesem Thema zerbrochen, weil der Partner nicht das nötige Verständnis für meine Arbeit in der Feuerwehr aufgebracht hatte“, sagte die stolze Mutter.

Anika Thomas ist seit dem sechsten Lebensjahr bei der Feuerwehr. Das überrascht aber nicht: Ihr Vater war viele Jahre Wehrleiter in Bucha. Ihr Onkel, der nicht mehr lebt, war Ortsbrandmeister.

In einem Namensbuch stießen sie auf den nicht ganz alltäglichen Namen für ihr Kind, auf Charlie. „Mein Freund schlug eine Seite in dem Buch auf und entdeckte den Namen Charlie. Wir schauten uns beide kurz an und nickten. Wir waren uns relativ schnell einig“, sagte Anika Thomas.

Uniklinikum war gezielte Wahl

Die Familienplanung ist bei Thomas/Jagiella nach Charlies Geburt noch nicht abgeschlossen. „Nein, vielleicht bekommt Charlie noch ein Brüderchen oder ein Schwesterchen“, sagte die junge Mutter.

Eriks geplantes Hobbyzimmer in der gemeinsamen Wohnung ist jetzt erst einmal tabu. „Er wollte einen Raum für sich und seine Kumpels nutzen. Daraus wird jetzt das Kinderzimmer. Ich denke mal, mein Freund kann das verschmerzen.“

Dass Charlie im Jenaer Klinikum geboren wurde, stand von Anfang an fest. „In der Klinik in Jena gibt es die Fachkompetenz. Da sind alle Experten an einem Ort, sollte es vielleicht Komplikationen geben. Das war für mich entscheidend bei der Wahl des Entbindungsortes für unseren Charlie. Wenn ich auf die letzte Tage zurückblicke, muss ich sagen, wir haben alles richtig gemacht“, sagte Anika Thomas.