Drei Sportler könnten es nach Sinsheim schaffen

Hermsdorf  Am Sonnabend ist das Finale im Kart-Slalom in Hermsdorf: Beim 1. MSC Jena ruhen die Hoffnungen auf Til Raupach, Dustin Eichler und Elias Sölle.

Kart-Slalom mit Elias Sölle vom 1. MSC Jena Anweisungen bekommt er von seinem Trainer Marc Dittmann

Kart-Slalom mit Elias Sölle vom 1. MSC Jena Anweisungen bekommt er von seinem Trainer Marc Dittmann

Foto: Jens Henning

Es sieht gut aus für Til Raupach und Dustin Eichler (beide zehn Jahre alt). Die beiden Hoffnungsträger des 1. Motorsportclub (MSC) Jena haben mindestens schon einen Fuß drin in die Tür für den Bundesendlauf im Kart-Slalom am 19. und 20. Oktober in Sinsheim.

Am Sonnabend wollen die zwei Sportfreunde den zweiten und letzten Schritt machen – und zwar in Hermsdorf. Auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus steigt der dritte und letzte Endlauf um die ADAC Meisterschaft Hessen/Thüringen. Ausrichter ist zum fünften Mal der MC „Holzland“ Hermsdorfer Kreuz aus Hermsdorf.

Til und Dustin belegen vor dem finalen Lauf der Rennklasse 2 die Ränge eins und drei. Wenn jetzt Schluss wäre, hätte das Team aus Jena gleich zwei Fahrer beim Bundesendlauf dabei. Denn die drei Erstplatzierten jeder Klasse dürfen nach Baden-Württemberg fahren.

„Entschieden ist aber noch nichts“, sagte MSC-Jugendtrainer Jens Ginko über die Aussichten der zwei Top-Fahrer.

Dass Til Raupach die Zwischenwertung anführt, kam für seinen Trainer nicht überraschend. „Til hat sich im hessischen Raum schon einen Namen gemacht. Dass aber Dustin schon so weit vorn mitfährt, hätte ich vor der Saison nicht gedacht. Vom Fahrerischen nehmen sich beide nicht mehr viel. Das belegen die Rundenzeiten. Wir dürfen sehr gespannt sein“, sagte Jens Ginko. Die Abstände auf den ersten acht Plätzen in der Klasse 2 sind aber gering. Da kann am Sonnabend das jetzige Tableau noch einmal komplett auf den Kopf gestellt werden. Jens Ginko hofft auf den Heimvorteil, auch wenn der nur ein gefühlter Vorteil ist. „Wir trainieren zwar in Eisenberg, wir kennen aber den Platz in Hermsdorf. Und wir werden sicherlich die Unterstützung von draußen merken. Da werden sicherlich einige Bekannte und Verwandte dabei sein und die Daumen drücken für unsere Fahrer“; sagte der Trainer.

Beim Bundesendlauf im Kart-Slalom dabei zu sein, das hat beim 1. MSC Jena bisher nur ein Sportler geschafft: Tom Ginko (18). Für Ginko schließt sich am Sonnabend der Kreis. Er fährt in der Klasse 5. Es wird sein letztes Rennen in Hermsdorf. Dass er noch einmal einen Bundesendlauf als Aktiver erleben wird, scheint eher unwahrscheinlich. Die Rennklasse 5 ist das Nonplusultra. Da kann jeder der 17 Fahrer den Tagessieg einfahren. Da entscheiden Winzigkeiten. Da wird die Rundenhatz zu einem Spektakel um Zehntel- und Hundertstelsekunden.

Sollten die talentierten Raupach und Eichler nach dem Sonnabend in der Gesamtwertung auf den Plätzen eins bis drei einkommen, wäre das die Krönung einer bärenstarken Saison für den 1. MSC.

Und dann haben die Jenaer mit Elias Sölle (8) in der Klasse 1 noch einen dritten Fahrer am Start, der, wenn es ganz gut läuft, den Sprung schaffen könnte zum deutschlandweiten Endlauf.

Aktuell belegt Sölle Platz fünf. Er bräuchte in Hermsdorf einen Podestplatz in der Tageswertung. Dann könnte es für ihn in der Gesamtabrechnung für mindestens Rang drei reichen. „Ob es am Ende schon ratsam ist, dass Elias das Startrecht für Sinsheim wahrnimmt, steht im Moment noch auf einem ganz anderen Zettel. Der Sprung vom Regionalen Ausscheid zum Bundesendlauf ist enorm. Wir wollen Elias behutsam aufbauen. Deshalb müssen wir mit allen Beteiligten genau abwägen, ob ein Start für ihn zu früh wäre oder nicht“, sagte Jens Ginko.

Der Renn-Sonnabend in Hermsdorf startet um neun Uhr mit der Klasse 1. Anschließend folgen die Klassen 2, 3, 4 und 5. Pro Klasse rechnet man mit 90 Minuten.

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