Meine Meinung:

Ein Wochenende der Gegensätze

Thorsten Büker

Thorsten Büker

Foto: Sascha Fromm

Thorsten Büker über eine Frau, die ihren guten Ruf zerstört.

Ein merkwürdiges Wochenende in seiner Gegensätzlichkeit: Zumindest in einer zeitlichen Nähe trauern Menschen um verstorbene Verwandte. Und dann begehren andere Menschen gegen die Corona-Beschränkungen auf, negieren Wissenschaft und Verstand und berufen sich dabei auch noch aufs Grundgesetz. Von meinem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit wollen sie erst gar nichts wissen, wenn sie zusammenstehen und jegliche Hygieneregeln missachten.

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Es war gut, dass Versammlungsbehörde und Polizei jeden Versuch, eine Demonstration zu starten, im Keim erstickten. So sind uns die unsäglichen Bilder, die wir aus Kassel kennen, zum Glück erspart geblieben.

Die „Bürger für Thüringen“ haben offenbar nur noch ein Thema und wollen parlamentarischer Arm einer Querdenkerszene werden, die in ihrer bizarren Melange aus Impfgegnern, Coronaleugnern, Rechten und Reichsbürgern polarisiert und sich radikalisiert.

Ein distanzierendes Wort der Spitzenkandidatin Ute Bergner höre ich nicht. Stattdessen lese ich, dass Verein und Partei für politische Kultur der Transparenz, des respektvollen Diskurses und der sachlichen Klugheit stehen. Weiter können Anspruch und Wirklichkeit nicht auseinanderklaffen.

Die FDP-Renegatin bedauert, dass die Bilder vom Samstag in einer Stadt mit einem liberalen Oberbürgermeister möglichen waren. Ich glaube, dass Jenas OB schon lange kein Verständnis mehr aufbringen kann für eine Frau, die ihren guten Ruf zerstört.

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