Elternhaus mit 12 Appartements entsteht in Lobeda

Jena.  McDonald’s Kinderhilfe plant Aufgabe des alten Elternhauses am Forstweg und baut am Standort des Klinikums Lobeda zwölf Appartements.

Gaben den Startschuss für den Neubau des McDonald's-Elternhauses: Vorstand Adrian Köstler, Hausleiterin Steffi Uecker, Architekt Thomas Vietzke, Sängerin Ute Freudenberg und Ortsteilbürgermeister Volker Blumentritt (v.l.)

Gaben den Startschuss für den Neubau des McDonald's-Elternhauses: Vorstand Adrian Köstler, Hausleiterin Steffi Uecker, Architekt Thomas Vietzke, Sängerin Ute Freudenberg und Ortsteilbürgermeister Volker Blumentritt (v.l.)

Foto: Jana Klanten

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Mit dem Umzug der Kinderklinik ins neue Klinikum nach Lobeda hat sich für das Jenaer McDonald’s-Elternhaus schlagartig alles verändert. Denn nun müssen die Eltern schwer kranker Kinder vom Elternhaus am Forstweg den weiten Weg nach Lobeda nehmen. „Doch wir möchten““, sagt McDonald’s-Kinderhilfe-Vorstand Adrian Köstler, „dass die Eltern in der Nähe ihrer schwer kranken Kinder wohnen und in dieser schwierigen Lebensphase auch ganz schnell bei ihnen sein können.“ Deshalb soll nun ein neues Haus mit 12 Appartements für Übernachtungen von Eltern gebaut werden, das keine 100 Meter von der jetzigen Kinderklinik in Lobeda entfernt ist und sich direkt neben dem Haus Ekkstein der Elterninitiative für krebskranke Kinder befindet. Baubeginn: Frühjahr 2020, Einzug: Herbst 2021.

Man habe lange suchen müssen, um einen geeigneten Standort für den Neubau zu finden, berichtet Köstler. Inzwischen sei man mit Unterstützung der Stadt Jena und des Universitäts-Klinikums fündig geworden und warte nun auf die Erteilung der Baugenehmigung. Vorbereitet sei alles, sagt Köstler. Beauftragt worden sei mit den Entwürfen das Hamburger Architektenbüro Vietzke & Borstelmann. Man habe Erfahrungen mit dem Bau von Elternhäusern, sagt Architekt Thomas Vietzke. So habe man auch das derzeit in Bau befindliche neue Elternhaus in Oldenburg geplant,

Für Architekt Thomas Vietzke ist das Erscheinungsbild des künftigen Jenaer Elternhaus besonders wichtig. So werde es sich gut einfügen und in Höhe und Form mit seinem Nachbarn Ekkstein harmonieren. Auch der Neubau soll oben auf dem Dach eine großzügige Terrasse mit rund 100 Quadratmetern vorweisen, außerdem noch einen größerer Mehrzweckraum, der für Veranstaltungen und Seminare genutzt werden könne. Großes Augenmerk haben man auf die Gestaltung des Eingangsbereiches gelegt. Schon beim Betreten dieses Bereiches werde der Besucher einen Gesamteindruck vom Inneren gewinnen können. Auch hier wären kleinere Veranstaltungen möglich. Gemeinschaftsraum, Küche und Spielzimmer ergänzen das Erdgeschoss.

Das Treppenhaus ist zudem mit einem Panoramafenster ausgestattet, so dass es im ganzen Haus hell sein dürfte und der reizvolle Blick auf die Lobdeburg gesichert sein soll. Auch die Appartements erhalten bis zum Fußboden reichende Fenster und weisen jeweils 30 Quadratmeter auf. Jede der kleinen Wohnungen ist mit Doppelbett und Auszieh-Couch ausgestattet. Und was das Äußere des Hauses angeht, so verweist Vietzke auf eine zurückhaltende Fassade in Beige und Sandsteintönen.

Natürlich hofft Köstler auf eine gute Auslastung des Elternhauses. Man habe das alles durchgerechnet. Immerhin hält man sich weiter die Option offen, bei größerem Bedarf auch noch einmal drei Appartements auf das Haus aufzusetzen. Die Erfahrungen von anderen Elternhäusern der McDonald’s Kinderhilfe haben gezeigt, dass die Nachfrage immer größer geworden sei und man hier und da auch erweitern musste.

Im alten Jenaer McDonald’s-Haus am Forstweg, das man aufgeben werde, besitze man neun Appartements. Nahezu 6000 Familien haben seit 1993 dort gewohnt. Aber nicht nur das Wohnen in der Nähe der kranken Kinder zähle, so Köstler, sondern vor allem die Geborgenheit, der Mut und die Zuversicht für die betroffenen Familien im Kampf gegen die schwere Krankheit, die dieses Elternhaus bisher hervorragend vermittelt habe. Dafür dankte der McDonald’s-Vorstand auch ausdrücklich der erfahrenen Hausleiterin Steffi Uecker und ihrem Team, wozu auch zahlreiche ehrenamtliche Helfer und Sponsoren gehören. Zu den Unterstützern zählt auch nach wie vor die Elternhaus-Schirmherrin und Sängerin Ute Freudenberg, die jetzt auch Gast einer Dankeschön-Veranstaltung der McDonald’s Kinderhilfe in der Lobdeburgklause war.

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