Schnellcheck: FC Carl Zeiss blamiert sich gegen Duisburg

Jena  Obwohl der Jenaer Fußball-Drittligist 86 Minuten gegen Duisburg in Überzahl spielt und in Führung geht, verlieren die Thüringer mit 1:2. Das Spiel im Schnellcheck:

Maximilian Rohr (FC Carl Zeiss Jena, links) gegen Migel-Max Schmeling (MSV Duisburg).

Maximilian Rohr (FC Carl Zeiss Jena, links) gegen Migel-Max Schmeling (MSV Duisburg).

Foto: Tino Zippel

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Kurzfazit: „Kwasniok raus!“, hallte es von der Tribüne. Der FC Carl Zeiss Jena bleibt auch im zehnten Saisonspiel ohne Sieg und blamierte sich am Samstag gegen den MSV Duisburg. Obwohl die Zebras ab der 4. Minute in Unterzahl spielten, verloren die Thüringer mit 1:2 gegen den Zweitliga-Absteiger. Für Trainer Lukas Kwasniok wird es jetzt ganz eng. „Wir sind Jena und ihr nicht“, musste sich die Mannschaft anhören.

Bereits nach vier Minuten hatten die Gäste einen Mann weniger auf dem Platz. Arne Sicker stoppte Jenas Stürmer Maximilian Rohr mit einer Notbremse, Schiedsrichter Franz Bokop zeigte ihm die Rote Karte. Die numerische Überzahl nutzt der FC Carl Zeiss in den ersten 45 Minuten nicht. Zu Verhalten war das Auftreten der Thüringer gegen die Duisburger, die auf Sicherheit bedacht waren und auf Konter lauerten. Torchancen blieben deshalb in der ersten Halbzeit Mangelware. Die Begegnung erinnerte eher an einen müden Freundschaftskick.

In der 49. Minute hatte Jenas Daniele Gabriele dann die bis dato beste Chance im Spiel. Nach einem katastrophalen Fehlpass von MSV-Keeper Leo Weinkauf landete der Ball bei Rohr, der auf den völlig freistehenden Gabriele spielte. Doch dessen Schussversuch war kläglich. Immerhin drängten die Gastgeber die Zebras nun immer mehr in die eigene Hälfte, erhöhten den Druck. Dominik Bock, der nach einer Flanke von Nico Hammann, die Rohr verlängerte, am langen Pfosten lauerte, belohnte die Offensivbemühungen mit der Führung (59. Minute). Kurze Zeit später fast das 2:0, als Bock nach einer Hammann-Ecke an die Unterkante der Latte köpfte (64.). In der Folge blieb Gabriele glücklos, seinen Versuch entschärfte Weinkauf zur Ecke (74.). Diese ausgelassene Möglichkeit bestrafte der MSV umgehend. Leroy-Jacques Mickels tankte sich vor 4627 Zuschauern auf der rechten Jenaer Seite durch, flankte auf Vincent Vermeij, der per Kopf auf Duisburgs Kapitän Moritz Stoppelkamp ablegte – der Ausgleich (75.). Und es kam noch Schlimmer: Nach einer Ecke von Stoppelkamp war es diesmal Vermeij, der ins Tor traf – 1:2 (86.). Die neunte Niederlage im zehnten Spiel.

Tore: 1:0 Bock (59.), 1:1 Stoppelkamp (75.), 1:2 Vermeij (86.).

Aufstellung: Wie schon so oft in dieser Saison tauschte Trainer Lukas Kwasniok seine Startformation wieder kräftig durch. Mit Daniele Gabriele, Dominik Bock, Ex-Kapitän René Eckardt und Marius Grösch rückten vier Spieler, die beim 2:3 in Chemnitz noch auf der Bank saßen oder gar nicht im Kader standen, in die Anfangself. Nico Hammann, gegen den CFC noch in der Abwehr, agierte als Spielgestalter, Außenverteidiger Tim Kircher im defensiven Mittelfeld.

Jena:Coppens – Bock (66. Günther-Schmidt), Volkmer, Maranda (87. Skenderovic), Grösch, Obermair – Kircher, Eckardt – Hammann – Gabriele, Rohr (67. Jahn).

MSV Duisburg: Weinkauf – Bitter, Compper, Boeder, Sicker/RK – Ben Balla, Mickels – Daschner (7. Schmeling), Albutat (80. Jansen), Stoppelkampp – Vermeij (90. + 2 Sliskovic).

Bester Spieler: Duisburgs Kapitän Moritz Stoppelkamp

Szene des Spiels: Der Ausgleich von Stoppelkamp in der 75. Minute. Das Jenaer Abwehrverhalten war einfach amateurhaft.

Tabelle:Der FC Carl Zeiss bleibt abgeschlagenes Tabellenschlusslicht.

Nächste Partie: Am kommenden Sonnabend fährt der FC Carl Zeiss Jena zum 1. FC Kaiserslautern. Anstoß ist 14 Uhr.

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