FC Carl Zeiss Jena trennt sich von Vermarkter – Verteidiger Grösch fällt länger aus

Jena  Ein Mitarbeiter von Vermarkter Lagardère informiert Sponsoren über Kündigung, bevor der Fußball-Drittligist darüber endgültig entschieden hat. FCC-Geschäftsführer Chris Förster ist verwundert.

Maximilian Rohr gewinnt ein Kopfballduell. Den Trikotsponsor – eine Wettplattform – hatte Lagardère an den FC Carl Zeiss vermittelt.

Maximilian Rohr gewinnt ein Kopfballduell. Den Trikotsponsor – eine Wettplattform – hatte Lagardère an den FC Carl Zeiss vermittelt.

Foto: Tino Zippel

Bislang lässt der FC Carl Zeiss Jena seine Werbeflächen über den Vermarkter Lagardère Sports belegen. Doch der Drittligist will das wieder selbst erledigen.

Ein Mitarbeiter von Lagardère hatte Sponsoren am Sonntag nach dem Spiel gegen Würzburg im VIP-Bereich erzählt, dass der FC Carl Zeiss den Vermarktungsvertrag gekündigt habe.

Wir haben den Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft, Chris Förster, damit konfrontiert. „Wir sind verwundert, dass dies durch Lagardère an die Öffentlichkeit gelangt, weil die Zentrale des Vermarkters zum Ende des Monats um ein Gespräch gebeten hat, in das wir ergebnisoffen gehen wollten“, sagt Förster. Aus diesem Grund habe der Klub seine Sponsoren noch nicht informiert. Prinzipiell bestätigt Förster aber, dass es Überlegungen gibt, künftig die Sponsoren­betreuung wieder in eigene Hände zu übernehmen.

Zahl überregional vermittelter Partner überschaubar

2012 war Lagardère unterm damaligen Namen Sportfive in Jena in Erwartung des Stadionbaus eingestiegen und vermarktete den Klub. Im Gegenzug floss gestaffelt nach der insgesamt eingeworbenen Sponsorensumme eine Provision an das Unternehmen. Nach dem Drittligaaufstieg war es gelungen, die Erlöse von Spielzeit zu Spielzeit zu steigern. Allerdings hielt sich die Zahl der überregional vermittelten Partner in Grenzen.

Lagardère betreut auch Bundesligisten wie Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen oder Hertha BSC. Drittligisten wie der 1. FC Kaiserslautern oder Preußen Münster stehen auf der Referenzliste. Der Zweitligist Karlsruher SC fehlt hingegen, nachdem er den Vertrag aufgrund einer wohl unwirksamen Geschäftsbedingung von Lagardère gekündigt hatte. Der Vermarkter klagte vorm Land­gericht Karlsruhe, das am 15. November entscheiden will.

Pech für Innenverteidiger Marius Grösch

Der 25-Jährige, der in Fulda geboren wurde, hatte sich Mitte der vergangenen Woche in einer Trainingseinheit am Knie verletzt. Am gestrigen Montag stellte das Ärzteteam fest, dass sein Meniskus in Mitleidenschaft gezogen wurde und er operiert werden muss. Mehrere Wochen wird seine Ausfallzeit betragen. Ob er in diesem Jahr noch ein Pflichtspiel für die Thüringer bestreiten kann, ist fraglich.

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