FC Carl Zeiss Jena

FCC-Fans bekommen Gedenkminute für Robert Enke nicht mit

Jena.  Die FC Carl Zeiss-Fans setzten ihre Choreografie zur Schweigeminute für den verstorbenen Ex-Spieler fort. Das war nicht das einzige Problem beim Spiel gegen Halle.

Tumult in der Gästekurve beim Spiel Jena gegen Halle.

Tumult in der Gästekurve beim Spiel Jena gegen Halle.

Foto: Tino Zippel

Irritationen gab es am Freitagabend beim Spiel des FC Carl Zeiss gegen den Halleschen FC: Während der Schweigeminute zum zehnten Todestag des Jenenser Torhüters Robert Enke haben sowohl die Jenaer als auch die Hallenser Fankurve ihre bereits begonnenen Choreografien weiter fortgesetzt. Das stieß bei anderen Zuschauern auf Unverständnis und sorgte für Pfiffe von der Haupttribüne.

Horda Azzuro: Waren nicht über Gedenkminute informiert

„Leider waren wir nicht wie sonst im Vorfeld über die Gedenkminute informiert gewesen“, sagt Toni Schley von der Horda Azzuro. Kurzfristig sei die Choreo nicht mehr zu stoppen gewesen, zumal man die Schweigeminute zunächst gar nicht richtig mitbekommen habe. „Dabei ist uns das Gedenken an Robert Enke und das Entstigmatisieren von Depressionen im Fußball ein wichtiges Anliegen“, sagt Schley und verweist auf ein eigens gestaltetes Banner beim Auswärtsspiel bei Viktoria Köln.

Eine Absprache im Vorfeld hatte es tatsächlich nicht gegeben, wie Clubsprecher Andreas Trautmann einräumt. „Wir waren davon ausgegangen, dass die mündliche Anmoderation durch den Stadionsprecher, die Videobotschaft von Teresa Enke sowie das Aufstellen der beiden Mannschaften als Signal ausreichen“, sagt Trautmann. Von einem bewussten Stören der Gedenkminute war er zu keinem Zeitpunkt ausgegangen. Man wisse, dass der Südkurve die Themen Robert Enke und Depressionen im Fußball ein wichtiges Anliegen seien. „Wir werden Gedenkminuten in Zukunft wieder besser vorab kommunizieren“, verspricht Trautmann.

Weitere Probleme vor dem FCC-Spiel

Im Vorfeld des Spiels gegen den Halleschen FC hatte der FC Carl Zeiss noch mit einem anderen Problem zu kämpfen. Kurz vor der Öffnung der Stadiontore war das Internet ausgefallen und damit das Ticketsystem in den Kassenhäuschen, was den Verkauf an der Abendkasse erschwerte. Man habe sich mit Abreißkarten geholfen, sagt Trautmann. Erst zehn Minuten vor Anpfiff stand das Netz wieder.

Halle-Fans beim Eindringen in den Innenraum gestoppt

Die Partie hatten 8212 Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld verfolgt. Einige Halle-Fans hatten versucht, in den Innenraum einzudringen. Ihnen gelang es, ein Tor zu öffnen. Ordnungsdienst und Polizei verhinderten Übergriffe. Im Umfeld blieb es friedlich.

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