FCC-Kolumne: Als Pep Guardiola dem FC Bayern München einen Fehlstart prophezeite

Jena  Nur der FCC – der Wochenrückblick: OTZ-Chefredakteur Jörg Riebartsch auf der Suche nach Blutgrätschen, Abseitsfallen und Seitfallziehern nicht nur beim FC Carl Zeiss Jena.

Die Sturmhoffnung beim FC Carl Zeiss Jena: Der wieder genesene Julian Günther-Schmidt.

Die Sturmhoffnung beim FC Carl Zeiss Jena: Der wieder genesene Julian Günther-Schmidt.

Foto: Frank Steinhorst

August 2014, Pep Guardiola ist Trainer beim FC Bayern München und prophezeit seiner eigenen Mannschaft einen Fehlstart. Und zwar bis zur Winterpause. Bereits am Ende des 30. Spieltags, Ende April, steht der Meister der Saison 2014/2015 fest. Er heißt Bayern München. In der Champions League kommen die Bayern immerhin bis ins Halbfinale. Aus einem Fehlstart kann also noch was ganz schön Gutes werden.

Beim FC Carl Zeiss Jena fällt der Fehlstart ungleich brutaler aus. Fünf Spiele, fünf Niederlagen. So schlecht begann noch nie eine Mannschaft ihre Drittliga-Saison. Der FCC ist für die Extreme zuständig. Gerettet in der Vorsaison mit sechs Siegen aus sieben Spielen. Und jetzt fünf Pleiten in Folge. Das klingt, als ließe sich daraus kein Optimismus schöpfen, obwohl die Spiele meist nur knapp verloren gingen.

Die OTZ rätselte nach der Heimniederlage gegen Waldhof Mannheim am vergangenen Sonntag über die Krise und benannte die Abwehr als Sorgenkind. Das kann man so sehen, vor allem weil die Abstimmung zwischen der Innenverteidigung und dem defensiven Mittelfeld irgendwie nicht stimmt. Das sorgt für Unruhe in der Mannschaft, weil offenbar jeder meint, an dieser Stelle dann helfen zu müssen. Andererseits steht Jena mit zehn kassierten Toren gar nicht so schlecht da. Vier Mannschaften der dritten Liga haben mehr Tore kassiert – aber kein Team hat eine so erbärmlich magere Ausbeute vor dem Tor. Für mich ist das eine veritable Sturmkrise. Bekanntlich fängt aber das Toreschießen ja schon in der eigenen – stabilen – Abwehr an. Da muss der FCC besser werden.

Und der positive Ausblick? Lieber mit fünf Niederlagen in die Saison gestartet als mit fünf Pleiten die Saison mit einem Abstieg abgeschlossen. In der Frühphase der Saison lässt sich eher etwas reparieren als zum Ausklang der Runde.

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