FCC-Kolumne: Bei Juventus Turin Cristiano Ronaldo, beim FC Carl Zeiss Manuel Maranda

Jena  Nur der FCC – der Wochenrückblick: OTZ-Chefredakteur Jörg Riebartsch auf der Suche nach Blutgrätschen, Abseitsfallen und Seitfallziehern.

Auch Manuel Maranda soll es jetzt beim FCC richten.

Auch Manuel Maranda soll es jetzt beim FCC richten.

Foto: Tino Zippel

Hoppla, da schaute die Weltfußballgemeinde aber nicht schlecht, als Cristiano Ronaldo im vergangenen Jahr von Real Madrid zu Juventus Turin wechselte. Diesen überraschenden Transfer hatte niemand Juventus zugetraut. Drei Etagen tiefer gibt es Parallelen. Plötzlich steht auf der Mannschaftsliste des FC Carl Zeiss Jena ein junger Mann namens Manuel Maranda. Der kickte schon in der ersten Liga Österreichs. Da hat der FCC aber die Fußball-Landschaft verblüfft – aber nicht nur damit.

Lukas Kwasniok macht den kompletten Schnitt beim FC Carl Zeiss Jena

Nun ist natürlich Maranda nicht mit Ronaldo zu vergleichen. Schon allein deshalb, weil der portugiesische Weltfußballer Stürmer ist und der Kicker aus Austria Innenverteidiger. Aber von der Bedeutung für den FCC her, reicht der überraschende Coup schon an das heran, was ein Ronaldo für Juve ausmacht.

Bereits einige Tage zuvor hatte Jena den Innenverteidiger Dominic Volkmer verpflichtet. Auch bei diesem Transfer hatte der Drittligist aus Jena das Glück auf seiner Seite. Der Mann gilt als Wunschspieler in Jena, vor allem auch wegen seiner Führungsqualität. Der Transfer zog sich lange hin, weil Jahn Regensburg wiederum selbst auf einen Wunschspieler aus Ingolstadt wartete. So hängt alles mit allem zusammen.

Und die dritte Überraschung der Woche hängt mit Trainer Lukas Kwasniok zusammen. Damit es nicht in Vergessenheit gerät: Der FCC hat es fertig gebracht, bisher alle sechs Spiele der Saison zu verlieren. Ein einsamer Rekord. In solche Fällen lautet der Schlüsselreiz in der Branche der Profifußballer: Trainer raus. In Jena nicht. Da hält die Vereinsführung an Kwasniok fest und findet auch noch Unterstützung bei einer Mehrheit des Publikums. Bei einer Umfrage auf www.otz.de entschieden sich 58 Prozent der Fans dafür, dass Kwasniok im Amt bleibt.

Vermutlich haben sich die meisten Jena-Freunde in Erinnerung gerufen, dass der glorreiche FCC sechs Punkte realistisch verdient hätte. Mit Glück wäre das Auftakt-Heimspiel gegen Ingolstadt gewonnen worden. Und beim Auswärtsspiel in Zwickau wurde die Mannschaft schlicht und einfach vom Schiri verladen. Macht eigentlich Platz 15. Für eine völlig neu zusammengestellte Truppe aus ziemlich untrainierten Leuten gar nicht schlecht.

Am Montag geht es dann zu Hause im Ost-Derby gegen Magdeburg. Mit aller gebotenen Vorsicht, weil es ja ungewohnt ist, empfehle ich für dieses Mal einen Sieg.

Die Details zum Deal des Jahres für den FC Carl Zeiss Jena stehen hier

So wurde der Wechsel von Dominic Volkmer möglich

So lief das mit dem Ergebnis der Umfrage zu Kwasniok

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