Feuerwehr-Großeinsatz in Jena: Brand in Appartementhaus

Jena.  Ein Wohnungsbrand in Jena führte in der Nacht zum Sonnabend zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte.

Flammen schlagen aus der betroffenen Wohnung.

Flammen schlagen aus der betroffenen Wohnung.

Foto: Tino Zippel

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Die Feuerwehr musste in der Nacht zum Sonnabend zu einem Großeinsatz nach Jena-Nord ausrücken. Dort stand eine Wohnung in der obersten Etage eines Appartementhauses in Flammen. Lesen Sie hier unseren großen Report vom Einsatzort.

Der Alarm bei der Feuerwehr ging um 2.17 Uhr ein – zu diesem Zeitpunkt stand bereits eine weithin sichtbare Rauchsäule über dem Wohnblock in der Erich-Kuithan-Straße. Als die Retter wenige Minuten später vor Ort eintrafen, befand sich die Wohnung im Vollbrand, wie Einsatzleiter Frank Liebermann unserer Zeitung sagte. Sofort begannen die Rettungsarbeiten. Die Bewohnerin des betroffenen Appartements hatte sich schon ins Freie gerettet. Der Rettungsdienst lieferte die Frau wegen des Verdachtes einer Rauchgasvergiftung ins Klinikum ein.

Mehrere Bewohner und Tiere per Drehleiter gerettet

Die Feuerwehr löschte den Brand im Innenangriff. Mit zwei Drehleitern suchte sie von außen andere Wohnungen nach Personen ab, die nicht selbst ins Freie geflüchtet waren. Die Einsatzkräfte retteten drei Bewohner und mehrere Haustiere via Drehleiter. Nachdem das Feuer in der Wohnung gelöscht war, rissen die Feuerwehrleute einen Teil der Fassade ab, um Glutnester unter der Dämmung auszuschließen.

Berufsfeuerwehr und drei Freiwillige Feuerwehren im Einsatz

Zur Brandursache konnte der Einsatzleiter in der Nacht noch keine Angaben machen. „Die Einraumwohnung ist komplett ausgebrannt, so dass sich nicht auf eine Ausbruchsstelle schließen lässt“, sagte Liebermann. Neben dem Löschzug der Berufsfeuerwehr waren die Freiwilligen Feuerwehren Zwätzen, Lobeda und Winzerla mit insgesamt 27 Rettern im Einsatz. Drei Krankenwagen und ein Notarzt rückten aus.

Vermieter kümmert sich um Hotelzimmer

Nach den abgeschlossenen Löscharbeiten blieb ein Teil des Gebäudes vorerst unbewohnbar, sagt Gunnar Poschmann von Jenawohnen. Die größte Jenaer Wohnungsgesellschaft kümmerte sich noch in der Nacht um Hotelzimmer für die evakuierten Menschen. Einige Bewohner kamen auch bei Freunden oder Bekannten unter.

Das Wohngebäude war in den vergangenen Jahren immer wieder das Ziel von Blaulicht-Einsätzen. Insgesamt befinden sich in dem Haus 100 kleinere Wohnungen.

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