Flurnamen-Archiv in Jena digitalisiert

Jena.  Tausende Namen vom Acker bis zu Bergen werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt mit dem digitalisierten Flurnamen-Archiv.

Eine Karteikarte aus dem „alten“ Flurnamenarchiv der Universität Jena.

Eine Karteikarte aus dem „alten“ Flurnamenarchiv der Universität Jena.

Foto: Repro: FSU

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Äcker und Wiesen, Berge und Täler, Wälder und Verkehrswege: Flurnamen geben ihnen eine Bezeichnung. Am Donnerstag widmet sich eine Tagung an der Universität Jena den archivierten Flurnamen in Thüringen und gleichzeitig wird ein neues Portal für die Öffentlichkeit vorgestellt.

Mithilfe der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena und Unterstützung des Thüringer Landesamts für Vermessung und Geoinformation wurden die 150.000 Flurnamenbelege in Zettelkastenform aus dem Thüringischen Flurnamenarchiv digitalisiert, mit Geodaten verknüpft und das Material in Collection@Urmel zur Verfügung stellt.

Hinzu kommen Belege aus Abschlussarbeiten, die an der Professur für Geschichte der deutschen Sprache der Universität Jena betreut wurden sowie aus dort durchgeführten Projektseminaren. Alle Daten sind nun über ein Thüringer Flurnamenportal für Forschung und Öffentlichkeit nutzbar. Das Projekt wird von der Thüringer Staatskanzlei gefördert.

Das Projekt „Flurnamen und Regionalgeschichte“ ist angesiedelt beim Heimatbund Thüringen und wurde 1999 begründet. Durch Regionaltagungen und andere Aktivitäten wurden bereits mehr als 300 interessierte Heimatforscher motiviert, die Flurnamen ihrer Heimat zu sammeln und sie nach vorgegebenen Kriterien zusammenzustellen.

Im Jahr 2005 hat die Universität Jena die Betreuung des Projektes übernommen. Ziel des Projektes ist eine flächendeckende Erfassung der Flurnamen in Thüringen.

Die Tagung ist am Donnerstag, 14. November, von 15.30 Uhr bis 19 Uhr im Hörsaal E002 am Institut für Germanistische Sprachwissenschaft, Kahlaische Straße 1.

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