Fünf Tage in der Woche für Camburger Kinder da

Dornburg-Camburg.  Corona macht auch die Arbeit des Jugendclubs nicht leicht. Mitarbeiter sind trotzdem von Montag bis Freitag für Kinder da.

Silke Wendt und Stefanie Johl halten die Türen des Camburger Jugendklubs von Montag bis Freitag geöffnet. Um die personelle Aufstockung haben sich die Gebietsjugendpfleger Franciszka Frank und Bastian Berger (von links) gekümmert.  

Silke Wendt und Stefanie Johl halten die Türen des Camburger Jugendklubs von Montag bis Freitag geöffnet. Um die personelle Aufstockung haben sich die Gebietsjugendpfleger Franciszka Frank und Bastian Berger (von links) gekümmert.  

Foto: Angelika Schimmel

Mit Freunden zusammen nach der Schule spielen, sich im Sportverein treffen oder einfach nur quatschen und abhängen: Das ist so nicht möglich unter Corona-Bedingungen. Doch allein zu Hause rumhängen, vor der Glotze oder dem Computer, das ist auch nicht wirklich eine Alternative. „Gerade in solch schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass Kinder und Jugendlichen einen Anlaufpunkt haben“, sagt Bastian Berger, Gebietsjugendpfleger im nördlichen Saale-Holzland-Kreis.

Der Jugendclub „Absolut“ in der Camburger Bahnhofstraße ist so ein Ort. Doch Franziska Schulz, die sich dort seit zwei Jahren um die Kinder kümmert, hat selbst Nachwuchs bekommen und ist im Mutterschutz. „Wir sind froh, dass wir Stefanie Johl, die bisher ehrenamtlich den Klub unterstützt hat, jetzt als Mutterschutz-Vertretung fest einstellen konnten“, sagt Berger.

Mit Silke Wendt, die über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des Jobcenters hier beschäftigt ist, hat sie eine engagierte Mitstreiterin an der Seite. „So können wir die Türen des Klubs von Montag bis Freitag für die Kids öffnen“, sagt Johl. Jeweils von 14 bis 18 Uhr stehen die beiden jungen Frauen bereit, damit keine Langeweile bei den Mädchen und Jungen aufkommt.

„Wir haben hier so viel Platz, dass selbst unter den Corona-Schutzmaßnahmen mehrere Kinder gemeinsam etwas spielen und unternehmen können.“ Außerdem gibt es den Garten hinterm Haus und in der Nähe reichlich Ziele für Wanderungen. „Kindern ist es egal, wohin die Tour geht, Hauptsache, man kann unterwegs irgendetwas sammeln, was man dann beim Basteln verwenden kann“, ergänzt Wendt. Basteln stehe sehr hoch im Kurs. Aktuell habe man da natürlich schon die Weihnachtszeit im Blick.

„Wir haben einen großen Wunsch: Wir wollen einen Weihnachtsbaum auf dem Platz zwischen Jugendclub und Spielplatz aufstellen, als ,Hoffnungsbaum’, an den die Camburger Kinder selbst gebastelten Schmuck oder Zettel mit ihren Wünschen für die Zukunft hängen sollen“, sagt Stefanie Johl. „Weihnachtsfeiern werden in diesem Jahr wohl ausfallen, aber der Baum könnte ein Zeichen für Gemeinschaft sein“, ergänzt sie. „Vielleicht findet sich in der Stadt jemand, der uns einen passenden Baum schenkt“, sagt Silke Wendt.

Die Klub-Mannschaft hat schon Pläne für das nächste Jahr. „Wir wollen den Garten hinterm Haus verschönern, eine Sitzecke bauen und ein Blumenbeet anpflanzen.“ Sogar ein Gemüsegarten schwebt ihr vor. Davon werden in der kommenden Woche auch die Stadträte von Dornburg-Camburg erfahren, die sich den Klub anschauen werden. „Es ist wichtig, dass die Stadträte sehen, was hier geworden ist, wenn sie über unsere Zukunft entscheiden müssen“, sagt Franziska Schulz.