Fünfmal Jugendweihe in Kahla

Kahla.  65 Mädchen und Jungen erlebten ihren großen Tag. Organisiert wurde die Feier im Kahlaer Rathaus von Privatpersonen, Unternehmern und der Stadt

Jugendweihe in Kahla, organisiert von Privatpersonen und Unternehmen aus Jena und Kahla.

Jugendweihe in Kahla, organisiert von Privatpersonen und Unternehmen aus Jena und Kahla.

Foto: Jens Henning

Für 65 Mädchen und Jungen der drei Kahlaer Schulen ging vorigen Sonnabend der Wunsch der Jugendweihe-Feier in Erfüllung. Im Saal des Kahlaer Rathauses und im Saal des städtischen Rosengartens wurden zeitversetzt insgesamt fünf Feierstunden organisiert.

Die Macher waren dabei nicht die Vertreter des Jugendweihe-Vereins Ostthüringens. Der Verein hatte die Feiern, die am 17. Oktober geplant waren, abgesagt. Zwei Tage nach der Absage hatten Privatpersonen und Unternehmer aus Kahla und Jena eine Alternative aus dem Boden gestampft.

Kahlas Hauptamtsleiter Sebastian Liebetrau, der stellvertretend für Bürgermeister Jan Schönfeld die Jugendlichen im Rathaus-Saal begrüßte, erinnerte an die aufregenden letzten Tage und Wochen. „Bis gestern hatten wir alle gezittert, ob wir die Feiern doch noch durchführen können. Wir haben es geschafft. Das ist eine tolle Leistung gewesen“, sagte Hauptamtsleiter Liebetrau.

Das meinte auch Dietmar Hild, der die Moderation bei den drei Feiern im Rathaus inne hatte. „Erst wurden die Jugendweihen abgesagt, dann verschoben. Das war schon ein verrücktes Jahr für die Jugendweihe. Schön, dass einige Bürger der Stadt Kahla die Initiative ergriffen hatten. Unser Dank gilt auch der Stadt Kahla, die das Projekt unterstützt hatte“, sagte Hild.

Kleine Erinnerungsgeschenke gab es auch. Alle Teilnehmer erhielten Blumen, Urkunden und einen Gutschein für die Leuchtenburg. Umrahmt wurden die Feiern mit Musik und mit Festreden.

Das Coronavirus und die damit verbundenen Hygiene-Auflagen verhinderten in beiden Veranstaltungsorten allerdings eine normale Feierstunde.

Die Zahl der Familienangehörigen und Freunde war auf vier beschränkt gewesen. Der obligatorische Einmarsch der Jungen und Mädchen zu Beginn der Feierstunde musste auch ausfallen. Dafür standen in beiden Sälen die Stühle der Jugendweihe-Teilnehmer und der Angehörigen mit dem entsprechenden Abstand verteilt. Und Fotos durften die Anwesenden im Rosengarten auch nicht machen und in sozialen Netzwerken veröffentlichen.

Stefan Roelofs aus Jena, der in der abgelaufenen Sommer-Saison den Kiosk im Kahlaer Freibad bewirtschaftete, gehörte zu den Hauptorganisatoren. Er sprach von einem gelungenen Versuch. „Wir saßen gerade noch einmal zusammen und haben eine erste Auswertung vorgenommen. Das Fazit war durchweg positiv. Sicherlich gab es ein, zwei Dinge, die wir hätten besser machen können. Das Echo der Anwesenden war gut“, sagte Roelofs.

Möglicherweise könnte es 2021 eine Fortsetzung geben für die Organisatoren um Roelofs und Hild.

Dass die Feierstunden in diesem Jahr an zwei Orten stattfanden, hatte organisatorische Gründe. „Ziel sollte sein, die Feierstunden an einem Ort anzubieten. Vielleicht gelingt uns das ja im kommenden Jahr“, hofft Roelofs.