Für mehr Fahrradbügel in der Jenaer City

Jena.  Aktion am Holzmarkt und in Jena-Ost.

Fahrradstadt Jena? Am Geländer beim Paradiesbahnhof gilt eigentlich auch absolutes Halteverbot für Fahrräder, weil dies Fußgänger behindert.  

Fahrradstadt Jena? Am Geländer beim Paradiesbahnhof gilt eigentlich auch absolutes Halteverbot für Fahrräder, weil dies Fußgänger behindert.  

Foto: Thomas Beier

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Am Dienstag, 4. August, lädt die Radfahrer-Organisation „Critical Mass Jena“ wieder zu einer gemeinsamen Fahrt ein. Diesmal ist um 17.45 Uhr auf dem Holzmarkt eine Aktion für mehr Fahrradbügel in der Innenstadt geplant.

Es soll „Reise nach Jerusalem“ mit selbstgebastelten Fahrradbügeln gespielt werden, um auf einen Dauermissstand aufmerksam zu machen: „Wie bei dem Spiel gilt für Fahrradabstellmöglichkeiten in Jenas Innenstadt: Es sind stets zu wenige Plätze vorhanden“, so Solveig Selzer, Mitgründerin der Critical Mass Jena und aktiv beim ADFC. Gerade auf dem Holzmarkt seien es viel zu wenige. „Will Jena eine fahrrad- und klimafreundliche Kommune werden, muss die Stadt auch genügend Abstellmöglichkeiten für Fahrräder bereitstellen.“ Fahrradbügel erfüllten diesen Zweck besonders gut, da sie anders als sogenannte Felgenkiller die Felge nicht beschädigten und durch die Möglichkeit, den Rahmen anzuschließen, diebstahlsicherer seien.

Im Anschluss wird die Route der Critical Mass durch Jena-Ost führen, um die Lage von Radfahrenden auf der Karl-Liebknecht-Straße, die dort zwischen parkenden und fahrenden Autos kaum Raum hätten, deutlich zu machen. „Die Stadt hat nur kleine Tippelschritte gemacht, was die Förderung des Radverkehrs angeht. Vom Radverkehrskonzept 2012-2020 ist wenig umgesetzt worden“, so Selzer. Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass es noch immer keinen eigenen Posten „Radverkehr“ im Stadt-Haushalt gibt. Um so mehr hoffe das Team der Critical Mass, dass die beantragten Fahrradbügel im nächsten Haushalt genehmigt würden.

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