Meinung

Geduld auch mit Maske

Samstagvormittag in der Innenstadt: Markt, Löbderstraße, Holzmarkt und Teichgraben sind wie immer belebt. Also ein Samstag wie immer? Nicht ganz. Es war der erste Tag, an dem die neue Allgemeinverfügung der Stadt in Kraft war, wonach in der gesamten Innenstadt auch im Freien der Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist. Damit hatten viele ihre Probleme. Rund um den Markt war die Disziplin wohl noch am besten. Wahrscheinlich weil die Markthändler im Bilde waren. Im Gegensatz zu zahlreichen Passanten, die noch nichts von der neuen Maskenpflicht wussten. Ein darauf angesprochenes älteres Ehepaar wollte es gar nicht glauben, hielt es für einen Scherz. Vor allem in der Löbderstraße und am Holzmarkt ließ die Masken-Begeisterung rapide nach.

Etwa die Hälfte trug Maske, die andere nicht. Anfangsprobleme, wie man so schön sagt. Doch man sträubt sich wohl auch innerlich, jetzt auch noch im Freien verhüllt rumzulaufen. Das Mundtuch nervt. Man fühlt sich eingeengt und kann sein Gegenüber nicht erkennen. Wir alle hoffen ja, dass der Spuk endlich ein Ende nehmen möchte. Um aber dahin zu kommen, bedarf es wohl noch einer Portion geduldigen Maskentragens.