Gut Ding will Weile haben in Stöben

Stöben.  Seit 2018 mahnen die Bewohner von Stöben bei der Stadt Dornburg-Camburg den Bau eines Buswartehäuschens an. Jetzt tut sich etwas.

Nach zwei Jahren Wartezeit hat jetzt der Bau einer Bushaltestelle in Stöben (Dornburg-Camburg) begonnen. Bauhof-Chef Frank Herold (links) und Mitarbeiter Holger Voigt haben Fundamente für das Wartehäuschen betoniert. 

Nach zwei Jahren Wartezeit hat jetzt der Bau einer Bushaltestelle in Stöben (Dornburg-Camburg) begonnen. Bauhof-Chef Frank Herold (links) und Mitarbeiter Holger Voigt haben Fundamente für das Wartehäuschen betoniert. 

Foto: Angelika Schimmel

Dass sie nicht mitten in der Stadt, sondern ganz am Rand von Dornburg-Camburg leben, das wissen die Dorfbewohner von Stöben meist sehr zu schätzen, denn hier draußen leben sie mitten in der Natur recht idyllisch. Doch die Idylle entpuppt sich als trügerisch, wenn es um die Sicherheit der Dorfbewohner und besonders der Kinder geht, die frühmorgens mit dem Schulbus zur Schule nach Camburg oder Dorndorf-Steudnitz fahren müssen. Denn eine überdachte Haltestelle gibt es in Stöben nicht. Nur ein provisorisches Haltestellenschild an der Straße zeigt an, dass hier Busse stoppen.

2018 hatten alle Dorfbewohner einen Brief an die Stadt unterschrieben, in dem sie dringend den Bau eines Unterstandes für die Wartenden anmahnten. Doch weil sich seither nichts bewegte in dieser Sache, fühlen sich die Stöbener buchstäblich im Regen stehen gelassen von der Stadt. Sie wandten sich mit der Bitte um Hilfe an die Zeitung.

Eine Nachfrage im Rathaus im August dieses Jahres hatte ergeben, dass die Stadt sich um das Problem gekümmert hatte, dass der Bau eines Wartehäuschens beschlossen und in die Wege geleitet worden war. Bei den Stöbenern keimte Hoffnung auf. Doch Ende Oktober war immer noch nichts passiert, weshalb die Stöbener Eltern wieder bei der Heimatzeitung anklingelten.

Die neuerliche Anfrage ergab, dass Grundstücksfragen geklärt werden konnten, denn die Stadt besitzt in Stöben keine eigenen Grundstücke, auf denen eine Haltestelle gebaut werden könnte. Und der Bauhof sei mit der Sache beauftragt worden. Jedoch hatten mehrere Krankheitsfälle die Mannschaft dezimiert. So musste das Projekt wieder aufgeschoben werden.

In der letzen Woche flatterte endlich eine positive Nachricht in die Redaktion: Bauhof-Mitarbeiter waren in Stöben in Aktion gesichtet worden. Binnen weniger Tage waren auch Fortschritte sichtbar. „Wir werden in Stöben einen Pavillon aus Holz als Buswartehäuschen errichten und sind jetzt dabei, die Fundamente für die Hütte zu bauen“, erklärte Bauhof-Chef Frank Herold. Gemeinsam mit Holger Voigt setzte Herold Rasenborde und verlegte Betonrasensteine als Zuwegung für das Wartehäuschen.

Auf dieses müssen die Stöbener jedoch noch eine Weile warten. „Grund sind lange Lieferzeiten, bis zu sechs Wochen, hat uns der Lieferant mitgeteilt. Wenn wir Glück haben, könnte es noch vor Weihnachten da sein“, sagt Herold. Er hofft mit seinen Kollegen nun, dass auch das Wetter mitspielt und die Montage des Pavillons noch in diesem Jahr zu Ende gebracht werden kann. Bis dahin aber brauchen die auf den Schulbus wartenden Kinder an der Straße in Stöben weiterhin einen Schirm und müssen die Augen offen halten, damit sie sicher zur Schule kommen.