Hauptpreise beim Kurzfilm-Festival bleiben in Jena

Jena.  Schillerhof Jena war Gastgeber für „Filmthuer"-Festival. Ein Beitrag auch über einen syrischen Popkünstler

Janne Hansberg (links) und Leon Liehr erhielten für ihr Musikvideo "Alive" am 10. Oktober 2020 einen Hauptpreis beim FILMthuer-Festival. 

Janne Hansberg (links) und Leon Liehr erhielten für ihr Musikvideo "Alive" am 10. Oktober 2020 einen Hauptpreis beim FILMthuer-Festival. 

Foto: Hans-Werner Kreidner

Mit der Preisverleihung am Samstagabend im Schillerhof-Kino fand das 16. Thüringer Kurzfilmfestival „Filmthuer" unter dem Motto „Horizonte 2020“ seinen Abschluss. Die Hauptpreisträger kommen aus Jena.

So gewannen Sigrid Hansberg und André Helbig die „Goldene Filmthuer“ für ihren beim Film-Verein Jena produzierten Spielfilm „Playmaker". Im Mittelpunkt steht ein Rollifahrer, der trotz Hindernissen durch den Tag kommt, wobei augenzwinkernd mit Klischees gespielt wird.

In der Kategorie Jugendfilm ging der Sieg an Janne Hansberg und Leon Liehr für ihr Musikvideo „Alive", das den syrischen Alternativ-Popkünstler Imad Super auf der Suche nach Erkenntnissen in Deutschland begleitet.

Für seinen bei „Kino Dynamique“ produzierten Krimi in Stummfilmmanier „Le Vol D'art“ über einen Kunstraub konnte André Helbig zudem den Preis der Jury entgegennehmen. Für das beste Portrait wurde der Dokumentarfilm „Müllers Malsteine“ über historiche Handwerkskunst von Stefan Kroneberger und Uwe Görbing (Videoaktiv Jena) ausgezeichnet. Die Naturfilmer Wilfried Matz, Barbara Matz-Langensiepen und Hartmut Güldner aus Rudolstadt erhielten für ihren Naturfilm „Unser Lapplandfrühling“ einen Sonderpreis.

„Wir waren sehr zufrieden mit der Veranstaltung", sagt Veranstalter Hans-Werner Kreidner. Die Vorstellungen im Schillerhof waren ausverkauft – entsprechend der Corona-Auflagen mit nur 50 Zuschauern.

Als Schirmherr stiftete Oberbürgermeister Thomas Nitzsche den Jugendfilmpreis.

Präsentiert wurden insgesamt 21 Filme. Bereits am 19. September hatte es eine Veranstaltung der „Filmthuer"-Festivals in der Wettbewerbskategorie Freie Filmproduktion im Lichthaus Kino Weimar gegeben, bei der unter anderem der Film „Nach mir die Sintflut“ von Christoph Hertel für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde.