Politik

Inselplatz 9a in Jena: Heckmeck um Räumung bremst Parkhaus-Bau

Jena.  Der Uni-Campus-Neubau in Jena verzögert sich, wenn nicht bald der Streit zwischen Freistaat und gekündigten Mietern einer Alt-Immobilie beigelegt wird.

Beim Haus Inselplatz 9a hält der Name, was er verspricht. Das Gebäude liegt tatsächlich wie eine Insel inmitten von Hauptstraßen, Parkplätzen und Baustellen-Landschaft.

Beim Haus Inselplatz 9a hält der Name, was er verspricht. Das Gebäude liegt tatsächlich wie eine Insel inmitten von Hauptstraßen, Parkplätzen und Baustellen-Landschaft.

Foto: Foto: Thomas Beier / Thomas Beier

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Ein bisschen wackelt das für den Inselplatz vorgesehene Uni-Campus-Neubauprojekt sehr wohl. Wegen des Rechtsstreits zwischen dem Freistaat und Mietern des Hauses Inselplatz 9a ist „mit Auswirkungen auf die Stadt zu rechnen“. Das hat Stadtentwicklungsdezernent Christian Gerlitz (SPD) vorm Stadtrat auf Anfrage von SPD-Fraktionär Jörg Vogel gesagt.

So könne sich ein von den Mietern angestrengtes Widerspruchsverfahren gegen die vom Land im März 2017 verfügte Kündigung über zwei Jahre hinziehen. Das verzögere womöglich auch den städtischen Part des Projekts: das geplante Parkhaus an der Ostseite des Inselplatzes. Gerlitz betonte, dass die Stadt de jure zu keiner der beiden Konfliktparteien gehöre. Klar sei aber, dass zur Bebauung vier Teilprojekte gehören, wovon zwei keinen Aufschub dulden wegen eines eng befristeten Fördermittelzuflusses.

Das Haus Inselplatz 9a soll einem Hochhaus weichen, in dem die Psychologen der Universität Quartier nehmen würden. Den auf ihre soziokulturellen Angebote verweisenden Mietern seien zuletzt zwei Ersatzliegenschaften angeboten worden, die aber „bauordnungsrechtlich kritisch“ seien. „Es kann aber auch kein Ausspielen von Wissenschaft und vielfältiger Stadtgesellschaft geben“, sagte Gerlitz.

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