Initiative will Vorfahrt für Fußgänger und Radler im Jenaer Damenviertel

Jena  Eine Bürgerinitiative hat mehr als 300 Unterschriften gesammelt für eine Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer im Damenviertel. Jenas Stadtrat bekommt nun den Einwohnerantrag auf den Tisch.

Die Kreuzung am Nollendorfer Hof aus der Autofahrerperspektive.

Foto: Thomas Beier

Mit einem Einwohnerantrag wollen Bewohner des Damenviertels Spielräume für Kinder schaffen sowie den Fuß- und Radverkehr in ihrem Viertel verbessern. Es wurden mehr als 300 Unterschriften gesammelt, womit der Jenaer Stadtrat das Thema besprechen muss. Die Listen erhält Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) in der kommenden Woche. Die Unterschriften hat eine Bürgerinitiative gemeinsam mit dem Verkehrsclub VCD eingeholt. Zum Maifest hatte die Sammlung begonnen, die eine bestimmte Form bedurfte: Jeder Unterstützer musste Adresse und Alter mitteilen, damit die Verwaltung die Listen prüfen kann.

Fünf Forderungen gibt es:

1. Verkehrsberuhigung und Erleichterung der Straßenquerungen für Fußgänger

2.

Erhöhung der Aufmerksamkeit bei Autofahrern etwa am Spielplatz „Kritzegraben“ oder in der St.-Jakob-Straße

3. Verbesserung der Bedingungen für Kinder.

4. Verbesserungen der Bedingungen für den Radverkehr

5. Abschaffung des „Grünpfeils“ an der Ampelkreuzung beim Nollendorfer Hof.

Ideen liefert die Initiative gleich mit: So nimmt die Gruppe Bezug auf die Initiative „Bespielbare Stadt“; Symbolsteine und Spielelemente könnten entlang von Schulwegen aufgestellt werden. Auch temporäre Spielstraßen seien denkbar oder die zeitweise Sperrung von Straßenabschnitten für den Autoverkehr. Der Radverkehr könnte aufleben, wenn die Stadt im Viertel Fahrradstraßen ausweist.

Eine Beratung im Stadtrat heißt nicht, dass die Vorschläge so Realität werden. Zuletzt hatte die Stadtverwaltung bei verkehrsorganisatorischen Fragen damit argumentiert, dass dies Sache der Verwaltung und nicht der Politik sei. Für Verkehrsberuhigung hatte sich zuletzt auch eine Bürgergruppe zum Wohle der Anwohner der Karl-Liebknecht-Straße eingesetzt.

Wie geht es mit dem Einwohnerantrag weiter? Nach der Kommunalordnung muss der Stadtrat sich spätestens zwei Monate nach Abgabe der Unterschriften mit dem Anliegen befassen. Zunächst ist aber erst mal Sommerpause im Sitzungsprogramm.

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