Nach Pokalspiel auf „Acker“: FC Carl Zeiss Jena bangt um Günther-Schmidt

Jena  Das Pokalspiel in Großengottern hat ungewollte Nachwirkungen für den FC Carl Zeiss Jena: Noch immer ist Trainer Lukas Kwasniok sauer

Doppeltorschütze Julian Günther-Schmidt (links) verlädt Großengotterns Nils Berndt.

Doppeltorschütze Julian Günther-Schmidt (links) verlädt Großengotterns Nils Berndt.

Foto: Frank Steinhorst

Beim Pokalspiel des FC Carl Zeiss Jena bei der SG SC Großengottern im Unstrut-Hainich-Kreis hat Lukas Kwasniok bis zum Abpfiff gezittert. Aber nicht wegen des Resultates – 5:0 lagen Jena vorn: „Ich war in Sorge, dass sich einer meiner Spieler verletzt.“

Schon vor dem Anpfiff hatte er den Hauptkontrahenten ausgemacht: das Spielfeld. Weil der Hauptplatz saniert wird, fand das Landespokalspiel auf dem Trainingsplatz statt. „Es war mehr als grenzwertig, das Spiel anzupfeifen“, sagt der Drittliga-Coach. „Ich komme aus dem Amateurfußball, aber habe noch nie einen so hügeligen Platz gesehen. Teilweise ragten Wurzeln der Bäume heraus. Das mag fürs Training in Ordnung sein, aber nicht für den Thüringenpokal.“

Günther-Schmidt trat in den Boden

Und so hofft er, dass Julian Günther-Schmidt, ab sofort erster Ersatzkapitän hinter Dominic Volkmer, keine schwerwiegende Verletzung davongetragen hat. „Kurz vor Schluss hat er in den Boden getreten und nun Probleme mit dem Knie: Meniskus oder Außenband könnten in Mitleidenschaft gezogen sein“, sagt Kwasniok. Dabei sieht er Günther-Schmidt auf dem aufsteigenden Ast. Den konditionellen Rückstand habe er fast aufgeholt und extra 90 Minuten am Freitagabend gespielt.

Im nächsten Punktspiel gegen 1860 München am Sonnabend will Kwasniok so wenig wie möglich an der Struktur des Teams ändern. Doch er wird seine Abwehrkette umstellen müssen, weil sich Dominic Volkmer gegen Magdeburg an der Schulter verletzt hatte. „Wobei ich minimale Resthoffnung habe“, sagt der Trainer. Volkmer habe ein anderes Schmerzempfinden als andere Spieler, machte sich trotz Schulterbandage schon zur ersten Laufeinheit auf. „Wobei es eher Walking war“, sagt der Coach einschränkend.

Fitness deutlich verbessert

Derweil hatte sein Team hart konditionell geschuftet in der vorigen Woche. Maximilian Rohr nahm er planmäßig im Pokalspiel zur Halbzeitpause raus. Er sei leicht erkältet gewesen. Daniele Gabriele blieb komplett draußen, weil er immer gespielt hatte und keine weitere Belastung brauchte. Mit der Partie gegen die Landesklasse-Mannschaft zeigte sich Kwasniok zufrieden. „Wir haben nur einen halben Torschluss zugelassen, die körperliche Präsenz war viel besser als beim 5:0 in Schleiz und auch unsere Fitness ist auf einem anderen Niveau.“

Er beobachte das zunehmende Verständnis fürs Spiel und die Bereitschaft, das eigene Tor im Falle eines Ballverlustes mit aller Kraft zu verteidigen. Diese Tugenden will er in der neuen Trainingswoche weiter festigen.

Einen Wunschgegner in der nächsten Pokalrunde hat er nicht. Aber einen Wunsch: „Aus prophylaktischen Gründen möchte ich ungern noch mal auf einem Trainingsplatz spielen.“

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