Corona-Infektionsgeschehen: Jena dringt auf früheren Ferienstart

Jena.  Mit der Bitte, dass die Weihnachtsferien einige Tage eher beginnen, wendet sich die Stadtverwaltung an den Ministerpräsidenten. Jenas Gesundheitsamt braucht eine Atempause.

Proben werden untersucht auf das Coronavirus

Proben werden untersucht auf das Coronavirus

Foto: Tino Zippel

Der Freistaat soll beim Ministerpräsidenten-Treffen am Mittwoch mit der Bundeskanzlerin darauf dringen, dass die Weihnachtsferien einige Tage eher beginnen. Diese Bitte hat die Stadtverwaltung in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten, den Staatskanzlei-Chef und die Sozialministerin formuliert. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

1200 Corona-Kontaktpersonen in Jenas Kindergärten und Schulen

Allein in Jenas Kindergärten und Schulen habe das hiesige Gesundheitsamt derzeit 1200 Corona-Kontaktpersonen im Blick zu halten, sagte Bürgermeister Christian Gerlitz (SPD). Schulen seien bei der Betrachtung des Infektionsgeschehens ein „wichtiger Brocken“, wie Gerlitz formulierte. „Wir sehen, dass sich insgesamt die Fallzahl seitwärts bewegt und im Dunkeln verschwindet.“

Zudem sei auch das Jenaer Gesundheitsamt „mit 14-Stunden-Dienst quer über das Wochenende“ überfordert. Eine Atempause sei vonnöten. Die Ausdehnung der Ferien schon in die 51. Woche hinein (statt des Beginns erst am 23. Dezember) könne helfen, dem Infektionsgeschehen wieder hinterherzukommen.