Jena hat so viele schöne Seiten: Fotoausstellung für den guten Zweck

Thomas Beier
| Lesedauer: 2 Minuten
Zwei von 27 Bildern, die derzeit in der Goethegalerie zu sehen sind. Im Bild Betina Meißner, Michael Holz (von links), Stefan Dreising und Tino Zippel.

Zwei von 27 Bildern, die derzeit in der Goethegalerie zu sehen sind. Im Bild Betina Meißner, Michael Holz (von links), Stefan Dreising und Tino Zippel.

Foto: Thomas Beier

Jena.  Fotoausstellung und Auktion für den guten Zweck in der Goethegalerie gestartet. Fotos von Tino Zippel gibt es auch als Kalender

Eine Fotoausstellung in der Goethegalerie zeigt ab sofort die schönsten Seiten Jenas. Einmal quer durch die Stadt sind die Ortsteile im Lichte der Jahreszeiten zu sehen. Der den Lesern dieser Zeitung wohlbekannte Journalist Tino Zippel stand für die Fotos teils sehr früh auf oder blieb abends länger auf den Beinen. Die besondere Lichtstimmung lockte zum Fotografieren.

Die großformatigen und auf Aluminiumverbundplatten aufgezogenen Bilder sind zum Anschauen da und werden versteigert. Der Erlös kommt wie auch der Verkauf der Fotokalender für 2022 dem stationären Hospiz in Jena-Lobeda zu Gute. Dessen Mitarbeiter begleiten todkranke Menschen ihn ihren letzten Lebensmonaten. Das Projekt ist auf zusätzliche Spenden angewiesen.

Die Fotos entstanden alle in den vergangenen zwölf Monaten. Sie zeigen neue Sichten auf Jena wie Winzerla bei tiefstehender Sonne, den Griesbachgarten in der Blauen Stunde oder Jena-Nord unterm Regenbogen. Immer wieder waren es die Berge, die Tino Zippel als Fotostandort dienten. „Jeder Berg ist anders und bietet immer neue Perspektiven“, erzählte er am Montag beim Rundgang durch die Ausstellung.

Die Fotos von Tino Zippel gibt es auch als Kalender

„Die Bilder sind alle gut“, sagte Goethegaleriechef Michael Holz. Besucher können das schönste der 27 Bilder wählen und haben dann die Chance auf ihr Lieblingsbild als Gewinn, auf Gutscheine oder einen der Fotokalender. Einen großen Posten Kalender haben sich bereits die Stadtwerke Jena gesichert. „Bei solch einer Aktion kann man schwer nein sagen“, sagte Stefan Dreising von den Stadtwerken.

Betina Meißner vom Stiftungsvorstand des Hospizes konnte auf mindestens einem der Bilder auch die Einrichtung in Jena-Lobeda entdecken. Tino Zippel war nämlich auch im Winter unterwegs, als die Sicht auf die Paul-Schneider-Straße mangels Blättern an den Bäume freier war als sonst.

Überhaupt bescherte der Superwinter 2021 hervorragende Motive. Bild 13 zeigt den Markt unter einer alpinen Schneelast und mit einer leuchtenden Stadtkirche. Auf Bild 11 gibt es den Friedensberg in einer Perspektive zu sehen, die Kunstfreunde an das berühmte Wintergemälde von Pieter Bruegel dem Älteren erinnern könnte. Nur, dass hier ein Fotograf auf der Pirsch war, und nicht „Die Jäger im Schnee“ liefen.

Die Versteigerung der Bilder läuft über das Internet. Die Seite mit allen Fotos ist zu finden unter www.otz.de/auktion