Jenaer FDP weist Vorwurf der Trans-Gruppe zurück

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4500 Leute nahmen an der Demo zum „Christopher Street Day“ in der Jenaer Innenstadt teil. 

4500 Leute nahmen an der Demo zum „Christopher Street Day“ in der Jenaer Innenstadt teil. 

Foto: Thomas Stridde

Jena.  Nachspiel zum Jenaer „Christopher Street Day“: Liberale sprechen ihre queerpolitische Landtagsinitiative an.

Die Jenaer FDP weist Vorwürfe der Gruppe „Transsolidarische Vernetzung“ im Zusammenhang mit dem „Christopher Street Day“ (CSD) zurück. Die Gruppe hatte gegen die Einbindung der Partei in das Jenaer CSD-Bündnis aufbegehrt (Zeitung berichtete). „Für die Freien Demokraten in ganz Deutschland ist es seit vielen Jahren selbstverständlich, die CSDs zu unterstützen. Das gilt in Leipzig, Düsseldorf, Berlin und selbstverständlich auch in Jena“, sagt Patrick Frisch, Kreisvorsitzender der FDP Jena-Saale-Holzland. „Als Partei, die mit Guido Westerwelle weltweit den ersten geouteten Außenminister stellte, der mit Partner auf Auslandsreisen ging, können wir den Vorwurf, Queerpolitik nur als Mode entdeckt zu haben, nur mit Verwunderung zur Kenntnis nehmen“, sagt Stadträtin Petra Teufel.

Auch vor dem Hintergrund, dass die FDP im Thüringer Landtag die bisher einzige queerpolitische Initiative in den Landtag eingebracht hat, welche mit Zustimmung von Rot-Rot-Grün beschlossen wurde, sind die Vorwürfe einer kleinen Splittergruppe beim CSD für die Liberalen nicht nachvollziehbar.

„Beim CSD geht es um die queere Community. Diese allein sollte im Mittelpunkt stehen und Aufmerksamkeit bekommen für ihre Anliegen und Interessen. Hier wurde leider versucht den Fokus auf eine völlig alberne, destruktive Parteiendebatte zu schieben. Dies ist ärgerlich, unsolidarisch mit dem CSD-Bündnis und wird der vielen ehrenamtlichen Organisationsarbeit des Bündnisses nicht gerecht“, sagt Petra Teufel, die seit zwei Jahren ehrenamtlich im Jenaer CSD-Bündnis mitwirkt. Auch Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) habe beim CSD-Empfang im Jenaer Rathaus betont, wie er persönlich, aber auch als Arbeitgeber regelmäßig über die queere Community dazulerne und dankbar für den CSD in Jena sei. „Wir Freien Demokraten freuen uns für Jena, dass der mehrtägige CSD mit seinem vielfältigen Aktionsprogramm so eine erfolgreiche Veranstaltung war. Der Besucherrekord spricht für sich.“

Trans-Leute schießen gegen FDP bei Jenaer Christopher-Street-Day