Jenaer Freitags-Demo endet mit dem Auftritt von Musiker Bosse

Jena  Über 400 Teilnehmer waren beim Umzug nach Jena-Ost dabei.

Musiker Bosse begrüßte die Teilnehmer der Fridays-for-Future-Demo in Jena.

Musiker Bosse begrüßte die Teilnehmer der Fridays-for-Future-Demo in Jena.

Foto: Jens Henning

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„Auf jeden Fall ist das eine Aufwertung. Das zeigt uns, dass wir immer mehr wahrgenommen werden in der Gesellschaft“, sagte gestern Nachmittag Justus Heuer, Demonstrationsleiter des Fridays-for-Future-Umzuges in Jena.

Er meinte damit die spontane Zusage des Künstlers Axel Bosse, besser bekannt als Bosse, zur Abschlussveranstaltung auf dem Marktplatz.

Davor gab es den Marsch der knapp 400 Teilnehmer vom Holzmarkt durch den Stadtteil Jena-Ost und zum Marktplatz. Die Organisatoren und die Einsatzkräfte der Jenaer Polizei hatten alles im Griff. Ab und an bildeten sich an Kreuzungen Rückstaus von wartenden Autofahrern. Die Demonstranten machten sich unterwegs immer wieder lautstark für den Klimaschutz bemerkbar mit Parolen wie „Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle“ oder „Leute, lasst das Glotzen sein, reiht euch in die Demo ein“. Ein Alleinunterhalter mit Gitarre spielte bekannte Lieder.

Zwei Halts legten die Demonstranten ein, davon einen vor dem Schillerhof.

Die im Vorfeld geplante Umzugsstrecke musste auf Grund der vorgerückten Zeit etwas verändert werden. „Wir hatten offiziell 300 Demonstranten angemeldet. Ich würde sagen, dass wir knapp 300 Leuten sind“, sagte Mitorganisator Robert Pauli. Die Zahl wurde wenig später von der Einsatzleiterin der Polizei auf 400 nach oben korrigiert.

Beim Stopp am Schillerhof begrüßten die Demonstranten als Redner Ekkehard Schleußner, Leiter der Klinik für Geburtsmedizin im Jenaer Universitätsklinikum und gewählter Stadtrat der Stadt Jena. Er versprach den Zuhörern, sich dafür einzusetzen, dass im September-Stadtrat nicht nur ein Klima-Ausschuss gebildet wird, sondern, dass auch die Stadt Jena den Klima-Notstand für Jena beschließt.

Das Votum hat Schleußner gestern von den Demonstranten mitbekommen. Zu Beginn der Demo ließ Robert Pauli übers Mikro abstimmen, ob in Jena der Klima-Notstand ausgerufen wird. Das Votum war eindeutig.

Um 18.01 Uhr erreichte der Umzugstross den Markt. Da wartete Bosse auf einer kleinen Bühne. Er hielt Wort und sang zwei Lieder, darunter seinen bekanntesten Titel „Augen zu Musik an“. Die Zahl der Zuhörer war zu diesem Zeitpunkt auf schätzungsweise 500 geklettert. Vor dem Bosse-Auftritt beantwortete Robert Pauli die wohl wichtigste Frage, wie die Organisatoren den Künstler für den Auftritt übereden konnten. „Als wir wussten, dass Bosse am Abend in der Kulturarena spielt, hatten wir seinem Management eine Mail geschickt. Was keiner ahnen konnte, wurde wahr. Wir bekamen ein Ja“, sagte Pauli.

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