Jenaer Schüler nehmen Kontakt auf zu berühmtem Brexit-Gegner

Jena  Ehemaliger Jenaer IGS-Schüler ermöglicht seinen Nachfolgern eine Videokonferenz-Gespräch mit dem prominenten Brexit-Gegner Marcus J. Ball, der sei zwei Jahren gegen Boris Johnson prozessiert.

Johannes Bravidor (rechts), Ex-IGS-Schüler und heute Unternehmer in London, mit den IGS-Zwölftklässlern Annelie Bornschein und Tom Schmidt. Mit Wandbild per Video-Konferenz zugeschaltet: Marcus J. Ball, der Boris Johnson verklagt hat.

Johannes Bravidor (rechts), Ex-IGS-Schüler und heute Unternehmer in London, mit den IGS-Zwölftklässlern Annelie Bornschein und Tom Schmidt. Mit Wandbild per Video-Konferenz zugeschaltet: Marcus J. Ball, der Boris Johnson verklagt hat.

Foto: Thomas Stridde

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Die Diskussion um den Brexit mit seinem Für und Wider hat sich sehr direkt über die IGS „Grete Unrein“ gelegt. – Dies allerdings in einem angenehm informativen Format.

Englisch-Lehrerin Carola Löhnert kündigte deshalb am Mittwoch vorm Leistungskurs der 12. Klasse bei Unterrichtsbeginn „a very special guest today“ an („einen ganz besonderen Gast“): Johannes Bravidor.

Bravidor hat 1985 bis 1998 an der IGS „Grete Unrein“ gelernt, ehe es ihn zum Volkswirtschaftsstudium nach Berlin und letzthin nach London verschlug. Dort führt er, der mittlerweile neben der deutschen die britische Staatsbürgerschaft hat, ein Energie-Unternehmen, das seinen Hauptsitz in der Schweiz hat.

Gemeinschaft von Jenaern in London

Und seine Rolle als „spezieller Gast“: Bravidor gehört zu den Unterstützern von Marcus J. Ball. Ball hatte per Crowdfunding, also per Schwarmfinanzierung, Geld eingeworben, um den mittlerweile zum Premierminister aufgestiegenen Boris Johnson wegen dessen Brexit-Lügen zu verklagen; seit zwei Jahren prozessiert der mittlerweile 29-Jährige gegen Johnson.

Am Mittwoch war Ball per Videokonferenz mit den IGS-Schülern verbunden und beantwortete ihre Fragen zum Brexit. Insgesamt drei Veranstaltungen dieser Art gestalten Bravidor und Ball mit IGS-Schülern.

Johannes Bravidor war ein bisschen gerührt bei Unterrichtsbeginn. „Das hier war mein erster Klassenraum“, sagte er. Seit zehn Jahren habe er nun Wohnsitz in London und dabei natürlich auch „all the ups und downs of Brexit“ durchlebt.

Nur noch zwei-, dreimal pro Jahr schaffe er es, in seiner Jenaer Heimat anzulanden. Immerhin gebe es in London 100.000 Deutsche, darunter auch eine Jenaer Community, sagte er gegenüber der Zeitung. Er wisse von fünf Leuten aus Jena. Und treffe er sie, sei das „ein bisschen wie zu Hause“.

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