Jenas erste Anlaufstelle für Fachkräfte aus dem Ausland

Jena.  Das Welcome-Center soll als zentrale Erstberatungsstelle etabliert werden. Jenawirtschaft sucht zwei neue Mitarbeiter.

Das Welcome-Center soll als zentrale Erstberatungsstelle etabliert werden und Partner sein für zugezogene Fachkräfte und Angehörige,  Unterstützungsstrukturen transparent machen und die überregionale Wahrnehmung Jenas als weltoffene Stadt mit Karrierechancen stärken, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH, Wilfried Röpke.

Das Welcome-Center soll als zentrale Erstberatungsstelle etabliert werden und Partner sein für zugezogene Fachkräfte und Angehörige, Unterstützungsstrukturen transparent machen und die überregionale Wahrnehmung Jenas als weltoffene Stadt mit Karrierechancen stärken, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH, Wilfried Röpke.

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Mit dem neuen Welcome-Center für internationale Fachkräfte folgt die Wirtschaftsförderung jenen Empfehlungen, die in der Fachkräftestudie 2030 ausgesprochen wurde. Die Stellenausschreibung für die zwei neuen Mitarbeiter werde in den nächsten Tagen veröffentlich, sagt der Geschäftsführer Wilfried Röpke.

Der Handlungsdruck ist groß und wurde im vergangenen Jahr erstmals mit Zahlen untermauert: Allein um die Verrentungswelle bis 2030 zu kompensieren, benötigen die Jenaer Unternehmen 17.000 neue Beschäftigte. Besonders in der Gesundheitswirtschaft, im verarbeitenden Gewerbe und im IT-Bereich übersteigt der Personal-Bedarf das verfügbare Potenzial. Um das Wachstum am Standort überhaupt positiv gestalten zu können, sind außerdem – je nach Wachstumsrate – 1000 bis 7000 neue Arbeitnehmer notwendig.

Stadt benötigt 17.000 Beschäftigte bis 2030

Es gibt eine Reihe von Ansätzen, um den Bedarf zu decken. Das wichtigste Potenzial für Jena sei laut der Studie die Außenwanderung, also der Zuzug ausländischer Fachkräfte. Das Welcome-Center soll als zentrale Erstberatungsstelle etabliert werden und Partner sein für zugezogene Fachkräfte und Angehörige, Unterstützungsstrukturen transparent machen und die überregionale Wahrnehmung Jenas als weltoffene Stadt mit Karrierechancen stärken.

„Schon die Frage nach der Gültigkeit von beruflichen Abschlüssen ist nicht immer einfach zu beantworten“, sagt der Geschäftsführer. Auch sollte man natürlich das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das am 1. März in Kraft tritt und die die Einwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Ländern außerhalb der EU regelt, aus dem Effeff kennen.

Der Verdienst ist Verhandlungssache

Viele andere Städte haben solche Welcome-Center gestartet mit einem Personaleinsatz von drei bis vier Stellen je 100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Jenawirtschaft sieht zwei Stellen für das Welcome-Center und den entsprechenden Ausbau der Fachkräfteaktivitäten vor.

Wie sehen die idealen Mitarbeiter aus? „Sie haben ein Studium absolviert oder verfügen über eine vergleichbare berufliche Qualifikation, haben Erfahrungen im Personalwesen, beherrschen Englisch und idealerweise eine zweite Fremdsprache“, sagt Röpke. Und er fügt an, dass der Verdienst Verhandlungssache sei.

Nach der Anlaufphase sind ab 2021 der Ausbau von Werbemaßnahmen für den Arbeits- und Lebensstandort Jena mit den entsprechenden Personalkapazitäten geplant. Nach der Inbetriebnahme des Welcome-Centers sei die kontinuierliche Evaluierung und Weiterentwicklung fester Bestandteil des Konzeptes.

Die Stadt Jena ist zu 95 % Gesellschafterin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH (WFG) sowie die Sparkasse Jena-Saale- Holzland zu 5 %. Die Gesellschaft wurde am 14. Mai 2008 gegründet.

Gegenstand der Gesellschaft ist die im allgemeinen Interesse liegende Förderung von Wirtschaft und Wissenschaft in der Stadt Jena und ihrem Umland, die Werbung für Jena als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort sowie die Ergänzung und Unterstützung der wirtschaftsfördernden Projekte.

In den Jahren 2020 bis 2022 steigt die Mitarbeiterzahl auf 14 Mitarbeiter mit rund 12,3 Vollbeschäftigungseinheiten. Davon haben 3 Mitarbeiter mit 2,6 Vollbeschäftigungseinheiten einen befristeten Arbeitsvertrag gemäß der Dauer der Fördermittelprojekte.

Ab dem Jahr 2023 werden 11 Mitarbeiter mit 9,5 Vollbeschäftigungseinheiten angenommen. Diese Stellen sind dann unbefristet und ohne Finanzierung durch Fördermittel. Hintergrund der steigenden Kosten ist die Ausweitung der Aktivitäten zur Fachkräftegewinnung für die Wirtschaftsregion.

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