Jenas FDP kritisiert Parteispitze wegen Kemmerich

Jena.  Die Bundes-FDP geht auf Distanz zum Thüringer Landeschef Thomas Kemmerich. Beim Kreisverband in Jena sorgt das für Unmut.

Der FDP-Bundesvorstand hat Thomas Kemmerich jede weitere politische Unterstützung versagt. Das sorgt jetzt für Wirbel bei der FDP in Jena und im Saale-Holzland-Kreis.

Der FDP-Bundesvorstand hat Thomas Kemmerich jede weitere politische Unterstützung versagt. Das sorgt jetzt für Wirbel bei der FDP in Jena und im Saale-Holzland-Kreis.

Foto: Sascha Fromm

Dass der FDP-Bundesvorstand Thomas Kemmerich jede weitere politische Unterstützung versagt hat, sorgt für Wirbel: „Es ist ein vollkommen unverhältnismäßiger Vorgang, dass das Bundespräsidium sich so in die inneren Angelegenheiten eines Landesverbandes einmischt“, kritisiert der Ehrenvorsitzende der FDP Jena und Saale-Holzland-Kreis, Dietmar Möller.

Der Kreisvorstand beauftragte den Kreisvorsitzenden, das Ombudsmitglied der FDP um eine aktive Vermittlung zu bitten zwischen dem Bundespräsidium und dem Landesverband Thüringen. Sollte das nicht erfolgreich sein, solle der Kreisvorsitzende die Einleitung eines Schiedsgerichtsverfahren gegen das Bundespräsidium prüfen. Hat das Bundespräsidium mit seinem Verhalten gegen die Bundessatzung der FDP verstoßen? lautet die dann zu klärende Frage. „Leider hat man in Berlin ohne Vorwarnung auf die maximale, mediale Eskalation gesetzt. Das hilft niemandem in der FDP“, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichen Pressemitteilung, in der der FDP-Landesvorsitzende Kemmerich allerdings nicht namentlich erwähnt wird.

Alle FDP-Landesverbände wollen Kemmerich zum Verzicht bewegen

Der FDP-Bundesvorstand hatte Kemmerich jede weitere politische Unterstützung versagt. Die 15 übrigen FDP-Landesverbände schlossen sich dem an. Auslöser war ein Tweet Kemmerichs bei Twitter. Kemmerich hat angekündigt, beim Parteitag der Thüringer FDP im November wieder als Landesvorsitzender kandidieren zu wollen. Der FDP-Kreisverband Gotha hält allerdings einen personellen Neuanfang für notwendig und hat den Rücktritt von Kemmerich gefordert.

Vorstand der FDP Unstrut-Hainich hält zu Thomas Kemmerich