„Kahla Courage“ findet als Kundgebung statt

Kahla.  Nach Beschwerden in Kahla nehmen die Organisatoren der Veranstaltung für sexuelle Vielfalt Programmänderungen vor.

Die Regenbogenfahne wird zu „Kahla Courage“ vermutlich auch gehisst.

Die Regenbogenfahne wird zu „Kahla Courage“ vermutlich auch gehisst.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Das „Fest“ ist gestrichen, dafür wird nun offiziell eine Kundgebung beworben: „Kahla Courage“ will am Sonntag, 13. September, auf dem Markt auf sexuelle und geschlechtliche Vielfalt aufmerksam machen. Zuvor löste die Veranstaltungen einige Spannungen in der Stadt aus (wir berichteten).

Das Wort „Fest“ hatte für Unmut in der Bevölkerung gesorgt, da wegen der Corona-Beschränkungen in diesem Jahr auch das Stadtfest abgesagt wurde. Wegen dieser Irritationen, wie die Veranstalter sagen, stellen sie nun klar, dass „Information und Diskussion zum Thema ganz im Mittelpunkt stehen“, heißt es.

Poetry Slam und Musik zum Thema

Die Kundgebung am Sonntagnachmittag ab 14 Uhr wird umrahmt von Infoständen sowie einem Bühnenprogramm mit Gesprächen und künstlerischen Beiträgen. Poetry Slammer, Musiker und Redner würden das Motto des Tages aufgreifen, auf die Errungenschaften der Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuellen Bewegung aufmerksam machen, aber auch Herausforderungen in Beratung und Unterstützung im ländlichen Raum aufzeigen.

Veranstalter sind AIS, ein informeller Zusammenschluss von überparteilich antifaschistisch engagierten jungen Menschen aus dem Saale-Holzland-Kreis, sowie der Demokratieladen Kahla und die Gebietsjugendpflege Südliches Saaletal.

Sprecherin: „Missverständnisse ausräumen“

„Diese Buntheit der Kundgebung wollten wir zunächst mit dem Untertitel ‘Fest der Vielfalt’ ausdrücken“, erklärt Lisa Müller, eine Sprecherin der Vorbereitungsgruppe. Davon nimmt man nun Abstand, ebenso von geplanten Angeboten wie Kuchenverkauf oder Zuckerwatte. „Auch dadurch soll deutlich werden, dass man auf entstandene Missverständlichkeiten reagiere und diese ausräumen möchte. Nochmals zu betonen ist auch, dass die Stadtverwaltung Kahla nicht in die Vorplanungen involviert war oder Veranstalterin ist“, heißt es.

Derzeit warten die Organisatoren noch auf den Auflagenbescheid des Kreises, in dem auch die zulässigen Teilnehmerzahl festgelegt ist. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sei nach Aussage des Gesundheitsamtes freiwillig, sagt Sprecherin Müller.

Kahla-Courage ja, aber bitte später

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