Kahla: Neue Wege nach der Ämterfusion

Kahla.  Kahlaer nutzen spätestens ab Ende Juni 2021 das Meldeamt in den Räumen der Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal

Im Mai 2019 schlossen Silvia Voigt (rechts) als Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal und Kahlas Bürgermeister Jan Schönfeld die Kooperationsvereinbarung für die Zusammenlegung von Standes- und Meldeämtern. 

Im Mai 2019 schlossen Silvia Voigt (rechts) als Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal und Kahlas Bürgermeister Jan Schönfeld die Kooperationsvereinbarung für die Zusammenlegung von Standes- und Meldeämtern. 

Foto: Katja Dörn

Die Zusammenlegung der in Kahla ansässigen Einwohnermeldeämter rückt näher. Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Südliches Saaletal, die künftig die Aufgabe für die Stadtverwaltung Kahla übernehmen soll, wartet nur noch auf den postalischen Zugang des Fördermittelbescheids. Die Zeit drängt, um die notwendigen Umbaumaßnahmen zu erledigen.

Eine effizientere Struktur durch eine kommunale Zusammenarbeit: Dieses Ziel steckten sich im Mai 2019 die Stadt Kahla und die VG per Kooperationsvereinbarung. Während das Meldeamt in das VG-Bürgerbüro in der Bahnhofsstraße ziehen soll, sollen im Rathaus am Markt die Aufgaben des Standesamtes liegen. Die 17.000 Einwohner im der Region südlich von Jena fänden somit jeweils eine Anlaufstelle vor.

Kurzzeitige Änderungen durch Baumaßnahmen

Zwischenzeitlich bremsten Schnittstellen-Probleme das Projekt, da die Behörden unterschiedliche Software benutzen, somit der Austausch der Datensätze schwierig war. Nun geht es an die Hardware – beziehungsweise die Bausubstanz. „Wir wollen im Erdgeschoss einen weiteren Raum erschließen“, sagt VG-Vorsitzende Silvia Voigt. Dafür muss ein Türdurchbruch erfolgen, um zwei zusätzliche Arbeitsplätze aufzubauen. Neben den notwendigen Elektroinstallationen und der zusätzlichen Technik fließe zudem Geld in eine Sprechanlage für den Wartebereich sowie in einen Apparat, mit dem biometrische Passfotos gefertigt werden können.

120.000 Euro kostet das Vorhaben, wobei die VG mit einer hundertprozentigen Förderung des Landes rechnet, sagt Voigt. Da die Gelder bis Jahresende zu verbauen sind, sei Eile geboten. „Während der Bauphase werden die Mitarbeiter umgesetzt“, sagt sie. Das bedeutet für Bürger, ihre Anliegen ein paar Treppenstufen weiter oben vorbringen zu müssen. Für Gehbehinderte werde eine Lösung gefunden.

Starttermin nach der Landtagswahl

Im Mai, spätestens Ende Juni 2021 soll das zusammengelegte Meldeamt im Bürgerbüro der VG seine Arbeit aufnehmen. Bewusst erst im neuen Jahr zieht die Stadtverwaltung Kahla nach. „Der Vorteil für uns ist, dass wir nach dem Umzug des Einwohnermeldeamtes Platz für die eigenen Umbauten haben“, sagt Bürgermeister Jan Schönfeld. Somit werde der Förderantrag erst im nächsten Jahr gestellt. Geplant seien ein verbesserter Schallschutz zwischen den Räumen, eine neue Toilettenanlage sowie zusätzliche Lagerräume. Wann das Standesamt umzieht, sei angesichts der noch zu schaffenden baulichen Voraussetzungen derzeit schwer abschätzbar.