Kastl betreibt jetzt auch die Villa am Paradies

Jena  Thomas Kastl organisiert für den 8. März eine Frauentags-Party in der Villa am Paradies

Die Arena Betriebsgesellschaft mbH hat nun auch die Villa am Paradies gepachtet. Kommende Woche findet die erste öffentliche Veranstaltung statt. Im Bild: Geschäftsführer Thomas Kastl

Die Arena Betriebsgesellschaft mbH hat nun auch die Villa am Paradies gepachtet. Kommende Woche findet die erste öffentliche Veranstaltung statt. Im Bild: Geschäftsführer Thomas Kastl

Foto: Thorsten Büker

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Was fehlen wird? Männer und Politik. Wenn Thomas Kastl eine Frauentagsparty namens „Ladies Night" zum 8. März organisiert, geht es nur um den Spaß. Gleichzeitig ist die Feier die erste öffentliche Veranstaltung in der Villa am Paradies nach umfassenden Sanierungsarbeiten.

„Ganz so heftig haben wir uns das nicht vorgestellt", sagt Kastl, der die Sparkassen-Arena betreibt und der seit dem vergangenen Jahr nunmehr auch die „Villa am Paradies" vermarkten und mit ihr Einnahmen generieren soll.

Es war nicht der typische Zahn der Zeit, der dem Haus zusetzte. Vielmehr habe man den Dauerbetrieb als Party-Location überall gespürt und gesehen, weshalb man die Villa komplett saniert habe: Parkett wurde abgeschliffen, Mobiliar und Lampen erneuert, Installationen instand gesetzt und anderes mehr. „Etwas mehr als 100.000 Euro haben wir investiert", sagt Thomas Kastl.

Es war im vergangenen Jahr, als der in Südafrika lebende Besitzer der Villa über das von ihm beauftragte Unternehmen „Engelmann Immobilien“ auf Kastl zukamen: „Ich habe sofort gewusst, dass die Immobilie in unser Konzept passt", sagt der Geschäftsführer der Arena-Betriebsgesellschaft mbH. In der Sparkassen-Arena könne man vieles organisieren, ein Ort für Festlichkeiten, Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen, Firmenfeiern sei sie eher nicht. Genau die Klientel wünscht sich Kastl für die Villa, Party, wie die jetzt geplante Frauentags-Fete sollen eher die Ausnahme sein. Denkbar seien auch kleine Tagungen, alles könne durch das betriebseigene Catering unterstützt werden.

Glanzstück des Hauses ist und bleibt der große Ballsaal, der mit seinen roten und gelbgoldenen Stofftapeten ein ganz neues Ambiente bietet. “Hier gibt es schon Anfragen wegen Lesungen. Auch eine Tanzschule wird hier Kurse anbieten", sagt Kastl. Für kleinere Veranstaltungen mit bis zu etwa 60 Personen eigne sich das Loft eine Etage höher.

Für Live-Musik sorgt am kommenden Freitag die Weimarer Band „Gents of Jazz", unterm Dach wird ein DJ auflegen, dazu kommen „Flying Snacks", die ein stationäres Buffet ersetzen. Und weil der Schönheitssalon „Medical Aesthetic Jena" seit dem vergangenen Jahr ebenfalls in der Knebelstraße 3 zu finden ist, bot sich am Frauentag eine Kooperation an. Es geht demnach auch um Beauty, Styling und anderes mehr. „Schon deshalb bleiben die Männer außen vor", verspricht Kastl.

Die Villa am Paradies wurde 1911 als Corpshaus für die Burschenschaft Corps Franconia erbaut. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Nachdem dort während des Zweiten Weltkriegs unter anderem die Landesgruppen-Luftschutzschule beherbergt war, wurde es später unter anderem als Gebäude der SED-Kreisleitung genutzt. Nach umfangreichen Renovierungen wurde das Gebäude als „Villa am Paradies“ 2011 wiedereröffnet. Seit 2012 existiert im Sockelgeschoss des Hauses zusätzlich ein Hotel mit zehn Zimmern.

Dienstag, 8. März, ab 20 Uhr, Karten gibt es in der Sparkassen-Arena, bei „Medical Aesthetic Jena" und beim Friseur „Pony Club"

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