Keine Sanierung des Jenaer Goldbergtunnels ohne Ausweichroute

Ohne gegenseitige Rücksichtnahme geht hier gar nichts. Auf seiner Westseite trifft der schmale Goldbergtunnel rechtwinklig auf den Hauptradweg Stadtzentrum - Lobeda-West.

Ohne gegenseitige Rücksichtnahme geht hier gar nichts. Auf seiner Westseite trifft der schmale Goldbergtunnel rechtwinklig auf den Hauptradweg Stadtzentrum - Lobeda-West.

Foto: Thomas Beier

Jena.  Wie Jenaer Stadträte ihrer Forderung nach einer Alternativroute Nachdruck verleihen wollen

Mit einer massiven Behinderung des Radverkehrs rechnen die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Kathleen Lützkendorf, SPD-Stadtrat Johannes Schleußner und der Vorsitzende des Radverkehrsbeirates Lutz Jacob, sollte der jüngst im Stadtentwicklungsausschuss gefasste Beschluss zur Sanierung des Goldbergtunnels in die Tat umgesetzt werden.

In der Bauphase des Tunnels stünde damit keine adäquate Alternativroute zur Verfügung, appellieren sie. „Der Vorschlag zur Verlängerung des Radweges hätte eine Ausweichroute für die Bauphase geschaffen, wäre aber auch danach eine wertvolle Entlastung für den stark frequentierten Tunnel“, erklären sie und geben zu bedenken, dass bei Nacht dunkle Tunnel für viele Menschen mit einem Gefühl der Unsicherheit verbunden sind. „Auch unter diesem Aspekt wäre ein oberirdischer Radweg eine wertvolle Ergänzung. Neben der unentbehrlichen Einrichtung der Alternativroute für die Bauzeit gilt es weiterhin die Verbreiterung von diesem und anderen Tunneln in Jena endlich ernsthaft in Planungsprozesse aufzunehmen.“

Betroffen seien neben den 5000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Universitätsklinikums auch viele Bewohnerinnen und Bewohner von Lobeda-Ost, die mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Um Radverkehr stadtweit zu fördern, muss es insbesondere auf den Hauptrouten möglich sein, sicher, komfortabel und zügig vorwärtszukommen. Die Stadträte kündigen zudem eine erneute parlamentarische Initiative für den Radweg an.